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Reparaturcafé auf dem Leineberg

Defekte Geräte Reparaturcafé auf dem Leineberg

Mit einem Reparaturcafé ist ein neues Angebot im Stadtteilbüro Leineberg gestartet. Ehrenamtliche Reparateure kümmern sich dort um defekte Geräte.

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Quelle: Heller (Symbolfoto)

Göttingen. Nach einem Probelauf im Dezember gab es nun den offiziellen Start im Januar. Als einer der Ehrenamtlichen ist der 69-jährige Peter Ickert an Bord. „Es wäre ja schade, wenn alles gleich weggeworfen wird, was kaputt ist“, meint der Ruheständler.

Unter anderem seien im Café bisher eine mechanische Schreibmaschine, ein CD-Player und eine Kaffeemaschine repariert worden. Eine besondere Lösung wurde für ein defektes Röhrenradio aus den 1950er-Jahren gefunden, mit dem ein Ehepaar kam. Das gerissene Skalenband habe nicht repariert werden können, so Ickert. Stattdessen habe man einfach den Lieblingssender der Frau – ein Kulturprogramm – fest eingestellt und damit für zufriedene Kunden gesorgt.

Kontakt

Das Reparaturcafé hat an jedem ersten Dienstag im Monat von 17 bis 19 Uhr im Stadtteilbüro Leineberg, Allerstraße 32, geöffnet. Das Stadtteilbüro ist unter Telefon 0551/2054702 zu erreichen.

Das Reparaturcafé auf dem Leineberg hatte die Leiterin des Stadtteilbüros, Hanna Köhn, angeregt. Daraufhin erklärten sich  Robert Buchmann und seine Lebensgefährtin Anna Folchert bereit, bei der Organisation zu helfen. Die beiden waren erst kurz zuvor nach Göttingen gezogen.

Derzeit gebe es zwölf ehrenamtliche Reparateure im Team, erklärt der 33-jährige Buchmann. Nicht alle könnten jedoch an jedem Termin mitwirken. Speziell für die Bereiche Elektronik und Nähen würden noch weitere Helfer gesucht.
Wichtig sei, dass es zu dem Angebot ein Café gehöre, erklärt Buchmann. Es gehe auch darum, miteinander zu reden, Nachbarn und deren Fähigkeiten kennenzulernen, so der Sozialpädagoge. Zum Auftakt im Januar sind Café- und Reparaturbereich mit 30 Besuchern gut gefüllt. Es wäre eine schöne Sache, wenn es in jedem Stadtviertel ein Reparaturcafé gäbe, meint Buchmann.

Starthilfe habe das bereits bestehende Reparaturcafé in der Corvinusgemeinde geleistet, sagt Köhn. Das Besondere am Reparaturcafé sei, dass es auch Männer als Ehrenamtliche anspreche, während sonst oft Frauen ehrenamtlich wirkten. Die Grundidee des Reparaturcafés sei, dass die Ehrenamtlichen Hilfe zur Selbsthilfe geben und die Kunden auch mitreparieren. In Zukunft sei ein Ausbau des Angebots geplant: So könnten Jugendliche aus dem offenen Vollzug auf dem Leineberg zu Computer- und Handy-Themen beraten.

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