Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Rettung möglich: Stadt müsste Zahlungen wieder aufnehmen

Junges Theater Rettung möglich: Stadt müsste Zahlungen wieder aufnehmen

Das in die Insolvenz geschlitterte Junge Theater (JT) kann seinen Spielbetrieb unter gewissen Voraussetzungen vorerst aufrecht erhalten. Das ist das Ergebnis der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am gestrigen Abend.

Der Stadt Göttingen kommt bei der Rettung die tragende Rolle zu. Denn nur wenn sie ihre monatlichen Zahlungen in Höhe von jeweils knapp 50 000 Euro wieder aufnehme, könne das Theater weiter existieren, sagte Frank-Peter Arndt, Vorsitzender des JT-Aufsichtsrates.

Die Stadt hatte ihre finanzielle Unterstützung wegen des Betrugsfalls am JT im Juli gestoppt (Tageblatt berichtete). Daher werde man den kommunalen Trägern, neben der Stadt ist das der Landkreis Göttingen, empfehlen, dem vorläufigen Insolvenzverwalter Burghard Wegener „die Geldbeträge für das restliche Jahr zur Verfügung zu stellen“, so Arndt. Nur dann sehe sich Wegener in der Lage, „den Spielbetrieb zu gewährleisten“. Ob mittelfristig eine neue Gesellschaft gegründet werden müsse, werde sich noch herausstellen.

Natürlich werde sich der Aufsichtsrat auch weiterhin an der „Aufarbeitung der Fehler beteiligen“, sagte Arndt. Es zähle jetzt aber vor allem, „dass es weitergeht“. Andernfalls könnte das Ensemble um Intendant Andreas Döring, der die künstlerische Leitung weiterhin übernehmen soll, auseinanderbrechen.

Unterdessen gibt es laut Arndt weiterhin keine verlässlichen Zahlen, wie viel Geld veruntreut worden sein könnte. Die Schadensprüfung, an der Wegener mit seinem Team arbeite, gestalte sich aufwändig und werde sich noch hinziehen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Von Redakteur Andreas Fuhrmann

Bilder der Woche vom 14. bis 20. Oktober 2017