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„Revolution“ gegen Verkehrsberuhigung

Unbeschwert über Kreisstraße 1 nach Bovenden „Revolution“ gegen Verkehrsberuhigung

„Habt ihr euch wegen des rasenden Verkehrs beschwert“, fragte vor Beginn des Ortsrats ein Zuhörer den andern. Thema an diesem Abend in Eddigehausen war ein Verkehrskonzept für die alte K 1.

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Die alte Kreisstraße 1: Soll bei Rauschenwasser verkehrsberuhigt werden.

Quelle: Heller

Weil Anwohner sich beschwert hätten, dass ein Großteil des Verkehrs trotz der neuen Kreisstraße weiterhin über das alte Stück fließe, habe die Gemeinde Vorschläge zur Verkehrsberuhigung ausgearbeitet, fasste Verwaltungsvertreter Matthias Hempel zusammen. Der Ortsrat Bovenden hatte sich schon damit befasst, war aber nicht zu einem einheitlichen Votum gekommen (Tageblatt berichtete).

„Der Bovender Ortsrat möchte ja am liebsten, dass wir über Nörten nach Bovenden fahren“, kritisierte Adolf Kierschke überspitzt die Vorschläge aus Bovenden, die von Tempo 30 mit Blumenkübeln bis zur Einbahnstraßenregelung von West nach Ost reichten. „Wir fahren zum Mond und durch die ganze Welt, aber nirgends kommen wir nach Bovenden durchs Feld“, erinnerte er an einen alten Wahlspruch der Eddigehäuser, die schon immer gern eine direktere Verbindung nach Bovenden hätten. „Wenn die Gemeinde mit den Vorschlägen einverstanden ist, dann werde ich in Eddigehausen die Revolution ausrufen“, kündigte der frühere Ortsbürgermeister an.

„Für mich ist das Ding überflüssig wie ein Kropf“ sagte Ortsratsherr Michael Corsmann (FWG) über die neue K 1. „Wenn ich nach Bovenden will, fahre ich über die alte Trasse“, beschrieb er. Der Weg über die neue Straße sei deutlich langsamer, meinte Bernd Riethig (SPD) und legte die Vermutung nahe, dass allein deshalb viele die alte Strecke wählten. Die Lastwagen nutzten die neue Straße, führte der Ortsbürgermeister Manfred Bruns (CDU) einen Vorteil des Ist-Zustands an. „Warum wollen wir mit Macht irgendetwas ändern?“ „Alles, was wir jetzt tun, ist reine Makulatur“ sagte Ludger Hessel (CDU).

„Ich habe gegen die neue K1 gestimmt, weil ich keine Straße hinter dem Haus haben wollte. Jetzt habe ich eine Straße davor und eine dahinter“, klagte eine der Zuhörerinnen. Dennoch: Weil sie sich von den Vorschlägen zur Verkehrsberuhigung auf der K 1 halt nichts versprechen, zeigten sich die Mitglieder im Ortsrat einig: Alles soll bleiben, wie es ist.

enz

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