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Richter hat keinen Zweifel: Muna wird bald bejagt

Wildschwein-Paradies Richter hat keinen Zweifel: Muna wird bald bejagt

Das Gelände der einstigen Munitionsanstalt (Muna) im Wald zwischen Bovenden und Lenglern wird künftig bejagt.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Lenglern/Göttingen. Es galt bisher als Wildschwein-Paradies, weil der neue Eigentümer des mit 64 Bunkern versehenen ehemaligen Bundeswehrgeländes sich gegen die Bejagung wehrte und gegen den Landkreis klagte, der das Waldstück einem Jagdbezirk zugeschlagen hatte.

Diese Klagen wurden vom Verwaltungsgericht Göttingen abgewiesen. Weder sei die Angliederung an einen Jagdbezirk zu beanstanden (Aktenzeichen 2 A 396/12), noch sei es gerechtfertigt, die Grundstücke des Klägers in einen befriedeten Bezirk (2 A 56/14) umzuwandeln.

Das Gelände im Wald war 1934 von der Wehrmacht zur Munitionsanstalt ausgebaut worden. Die Bundeswehr nutzte es, so lange sie in Göttingen stationiert war, als Munitionslager.  2007 wurde der Pyrotechnik-Händler Eigentümer dieses und anderer Muna-Gelände. Er behauptet, Bunker als Sprengstoff-Lager benutzen zu wollen, hat aber keinen Antrag gestellt.

Das Verwaltungsgericht hatte in Abwesenheit des Klägers verhandelt und entschieden, weil dieser  sich mit Zahnschmerzen abgemeldet hatte, bis heute aber der Nachweis fehlt, dass er ernsthaft erkrankt war. Seine Argumente drangen bei Gericht nicht durch. Der Richter hatte keine Zweifel, dass das verwilderte Gelände normal bejagbar ist.

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