Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Riesengaudi bei Kirmes-Umzug in Lenglern

Gorilla, Glocke, Gummianzug Riesengaudi bei Kirmes-Umzug in Lenglern

Das geht in Köln nicht besser: Mit Tschingderassabum, auf liebevoll hergerichteten Wagen und unglaublich fantasievoll kostümiert, sind am Sonntag die Teilnehmer des Kirmes-Umzugs durchs Dorf gezogen. Beiderseits der Straße bildeten die Zuschauer ein dichtes Spalier und jubelten den Teilnehmern zu.

Voriger Artikel
Freisprechungen: Traditionell ein großer Tag im Leben eines Handwerkers
Nächster Artikel
Fibeln von 1880 bis 1980 im Städtischen Museum Göttingen

Mit „Uaaah“ und viel sonstigem Radau bewegte sich der Umzug gewohnt kreativ auch in diesem jahr durch Lenglern.

Quelle: Heller

Lenglern. Pünktlich um 14 Uhr ließ Pierrot Manuela Förster die Glocke erklingen: Der Umzug setzte sich in Bewegung. Ganz vorn mit dabei: der Wagen des Kegelclubs „Alle Neune“ mit einem mächtigen Käfig, in dem ein riesiger Gorilla gefangen war. „Uaaah“, brüllte das Monster – dem Vernehmen nach kein echter Affe, sondern ein kostümierter Marco Kräußlein – und  versetzte den Zuschauern so den ersten Schock.

Der zweite kam, als sie Christian Ohages ansichtig wurden: der 150 Kilo schwere Zwei-Meter-Mann trug eine blonde Perücke und eine Art Gummianzug mit rosa BH. Dann zerlegten zwei Feuerwehrleute ihren Kameraden Klaus Apel mit einer rostigen Säge in zwei Hälften. Harmloser war der Wagen der Kinderfeuerwehr: „Auf dem Mars, auf dem Mond, überall ein Lenglerner wohnt“, klang es glockenhell.

Einen knappen Lederrock trug Kerstin Vogel, aber die schwarzgewandete Dompteuse knallte ein paar Mal mit ihrer Peitsche, und schon hielten alle ihre Finger im Zaum. Eine Gruppe trug Totenköpfe auf ihren Jacken, aber die „Bühnenrocker“ der Jugendtheatergruppe waren völlig harmlos – anders als der Motorradfahrer, der die Angerstraße auf dem Bürgersteig entlang brauste, bevor er in einer Einfahrt verschwand.

Das Ende des Umzugs bildeten die „Kegel-Knaller“. „Das Beste kommt eben immer zum Schluss“, sagten die leichtbekleideten Damen vieldeutig.

Von Hauke Rudolph

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016