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Riesenkraken mit spitzen Zähnen

Geo-Museum Riesenkraken mit spitzen Zähnen

Auf die Spur von großen und kleinen Meeresungeheuern haben sich rund 50 Kinder am Sonnabendabend im Geowissenschaftlichen Museum begeben. Anlässlich des gestrigen Internationalen Museumstags schlichen die furchtlosen Forscher mit Taschenlampen durch die dunklen Räume und entdeckten Krokodilschädel und Zähne von Sauriern.

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Meeresungeheuern auf der Spur: Führung im Geowissenschaftlichen Museum.

Quelle: Peter Heller

Im schwachen Licht der Taschenlampen wirkt der riesige Oberkiefer des Sägefisches noch ein wenig bedrohlicher. Wie ein Schwert mit langen, spitzen Zähnen. Mit dieser Waffe töten die bis zu 5,50 Meter langen Fische ihre Beute und verschlingen sie dann in einem Stück.

„Meeresungeheuer“ lautet der Titel der Führung, die anlässlich des Internationalen Museumstags im Geowissenschaftlichen Museum der Universität Göttingen angeboten wird. Die Studenten Vanessa Julie Roden und Eric Otto Walliser erklären den rund 50 Kindern, was Killerwal, Seeschlange oder Riesenkalmar so gefährlich macht – oder eben auch nicht.

Um Riesenkalmare zum Beispiel ranken sich viele Legenden. Die Kraken sollen sogar ganze Schiffe samt Besatzung in die Tiefe des Meeres gerissen haben. Dabei habe sie in Wirklichkeit noch nie jemand lebend gesehen, erklärt Roden. Lediglich kleinere Artgenossen seien schon hier und da an Land gespült worden. Tobias und Malte sind dennoch fasziniert von diesen Meeresungeheuern. „Die Krake aus dem Film Fluch der Karibik“ finden die Zehnjährigen am besten. Außerdem interessieren sie sich für Dinosaurier. „Der T-Rex war riesig“, sagt Tobias mit großen Augen. 

Mosasaurier sind zwar trotz ihres Namens nicht näher mit den Dinosauriern verwandt, aber auch sie sind schon längst ausgestorben. Die Reptilien hatten riesige Zähne. Jeder einzelne ihrer Beißer war so groß wie eine Kinderfaust. Walliser präsentiert einige Exemplare. Mosasaurier lebten vor mehr als 65 Millionen Jahren und wurden bis zu 15 Meter lang. Dagegen wirkt der weiße Hai beinahe mickrig.

Das größte Tier, das jemals auf der Erde gelebt hat und dies auch heute noch tut, ist aber der Blauwal. Er kann bis zu 30 Meter lang werden und wiegt 200 Tonnen, also ungefähr so viel wie 200 Kleinwagen. Trotz seiner gigantischen Größe ist der Blauwal jedoch alles andere als ein Meeresungeheuer und ernährt sich ausschließlich von Krill – winzige Krebse, die er aus dem Wasser filtert. Andreas Fuhrmann

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