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„Riesige Änderung“ kommt auch auf Göttinger Gerichte zu

Umstellung von Papier auf Elektronik „Riesige Änderung“ kommt auch auf Göttinger Gerichte zu

Die Gerichte, aber auch die Staatsanwaltschaften, sagt Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne), stehen vor einer „riesigen Änderung“: Die Berge von Papierakten in den Amtsstuben sollen bald der Vergangenheit angehören, der Rechtsverkehr soll künftig elektronisch abgewickelt werden.

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Die Gerichte, aber auch die Staatsanwaltschaften, sagt Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne), stehen vor einer „riesigen Änderung“

Quelle: dpa

Göttingen. „Es ändert sich jetzt schon etwas“, sagte Dietmar Brosche, Direktor des Göttinger Amtsgerichts, in der vergangenen Woche beim Besuch der Ministerin im Amtsgericht am Donnerstag der vergangenen Woche.

Imer stärker halte die Elektronik Einzug in der Justiz.

Eines der Ziele der Änderung: der riesige Platzbedarf herkömmlicher Akten. Erst vor kurzem musste das Göttinger Amtsgericht zwei ganze Räume für die Lagerung von Akten im Zusammenhang mit der Anlagen-Pleitefirma Securenta dem Landgericht überlassen.

Mit der Umstellung auf elektronische Datenverarbeitung (EDV) stellen sich auch neue Probleme. Zum Beispiel das der Datensicherheit: Nachdem in jüngerer Zeit die Telefonanlagen von mindestens zwei niedersächsischen Gerichten von außen geknackt wurde und so auch erhebliche finanzielle Schäden entstanden, setzt die Ministerin auf Sicherheit vor Schnelligkeit.

Ein weiteres zu lösendes Problem: Während Papier nicht nur geduldig, sondern auch dauerhaft ist, muss bei der elektronischen Speicherung dafür gesorgt werden, dass Daten nicht verlorengehen.

Ministerin Niewisch-Lennartz hatte bei ihrer diesjährigen Sommerreise vorgenommen, vor allem den Amtsgerichten einen Besuch abzustatten. Außer in Göttingen führte sie Gespräche in Goslar, Seesen, Herzberg am Harz, Hann. Münden, Northeim und Einbeck.

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