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Rohre mit Erinnerung

Göttinger Abwassertage mit Technik-Ausstellung rund um Kanalisation Rohre mit Erinnerung

Es ist eine eigenständige technische Welt, die überwiegend in den Untergrund abtaucht: Seit Dienstag diskutieren etwa 250 Teilnehmer aus Europa in Göttingen über Kanalnetze, -rohre und rechtliche Vorgaben dazu. Parallel zeigen Hersteller und Dienstleister in einer Ausstellung, wie es praktisch geht.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. „Aus der Praxis für die Praxis“ ist der Untertitel der 16. Göttinger Abwassertage in der Stadthalle. Es ist zunächst eine Fachtagung für Techniker, aber vor allem für Kommunen als Träger der Abwasserentsorgung. In der Ausstellung mit etwa 45 Anbietern bekommen aber auch interessierte Laien und vor allem Hausbesitzer spannende Einblicke in die Kanalisation und ihr Umfeld.

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Die Ausstellung in der Stadthalle am Albaniplatz ist am Mittwoch, 24. Februar, noch bis etwa 13 Uhr geöffnet.

Eine Welt, die die Firma Visaplan in digitalen Filmen erklärt und damit zugleich Hausbesitzern Tipps für ihre privaten Kanalanschlüsse gibt. Die Filme fürs Internet passt Visaplan den jeweiligen kommunalen Gegebenheiten an - auch die Göttinger Entsorgungsbetriebe (GEB) als Mitorganisator der Abwassertage gehören zu ihren Kunden.

Kleine Wunderwerke sind die Inspektionskameras der Firma IBAK, die durch Kanalrohre jeder Größe fahren und jeden Riss registrieren. Bis zu 500000 Euro können sie kosten. Ihre und viele andere Daten dann dann das Unternehmen Tandler.com mit einem Spezialprogramm am PC zusammenfügen und gleich weiter visualisieren, wie sich neue Rohre, Entwässerungsgräben oder angeschlossene Stadtteile auf ein bestehendes oder geplantes Kanalsystem auswirken würden.

Für Technikfreunde spannend sind auch die verschiedenen Verfahren, mit denen alte Kanalrohre von innen saniert werden können: Zum Beispiel mit gefalteten Kunststoffrohren, die in das alte System eingeführt werden und bei Wärmezufuhr wie von Zauberhand ihre runde Urform einnehmen.

Handgemachte Kanalarbeit präsentierten am Dienstag Mitarbeiter der GEB in Form ihres Kombifahrzeuges, mit dem sie Kanäle spülen, aber auch Abwasser aufsaugen können. Ihre wichtigsten Werkzeuge: große spezielle Düsen mit Rundum-Kufen und Kettenschleuder, die im Kanalrohr eingewachsene Wurzeln kappt.

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