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Rollstuhlfahrer beklagen engen Stadtbus

Göttingen Rollstuhlfahrer beklagen engen Stadtbus

Fahrgäste der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) ärgern sich über ein neues Fahrzeug in der Stadtbusflotte der GöVB. In dem neuen, weißen Niederflur-Gelenkbus mit der Nummer 307 seien die Stellplätze für Rollstuhlfahrer, Rollatoren und Kinderwagen kleiner und enger als üblich.

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Die Verkehrsbetriebe bestätigen die Platzverringerung und wollen die Beschwerden nun auswerten.

Quelle: CH (Symbolbild)

Göttingen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann durch das Gedränge der erste Passagier stürzt und sich sogar verletzt“, mahnt Buskunde und Rollstuhlfahrer Frank Lackner in einem Brief an das Tageblatt. In dem neuen Bus seien die Stellplätze im Türbereich ungewöhnlich eng. Im Gegensatz zu anderen GöVB-Bussen könnten dort nur ein Rollstuhl oder ein Kinderwagen stehen. Sobald ein weiterer dazu komme, sei es zu eng für dort stehende oder vorbeigehende Passagiere. Lackner ist auch Sprecher der Internationalen Bürgerinitiative für Rollstuhlfahrer (Interrolli) in Göttingen.

Die beiden sogenannten Stehperrons in dem Gelenkbus seien tatsächlich kleiner als in anderen und den anderen gerade erst neu gekauften Stadtbussen, bestätigt GöVB-Sprecherin Stephanie Gallinat-Mecke. Beschwerden darüber seien bisher aber noch nicht eingegangen, „daher ist auch keine Anpassung geplant“.

Die Forderung nach einem großen Stehbereich sieht Gallinat-Mecke zudem zwiespältig: Vorteil eines großen Bereiches sei immer die große Fläche für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen sowie Fahrräder. Dann allerdings gebe es weniger Sitzplätze, die vor allem von älteren Kunden gefordert würden. „Wir werden die Rückmeldung unserer Fahrgäste diesbezüglich sammeln und auswerten“, fügt die Unternehmenssprecherin an.

Der Bus mit der Nummer 307 gehört nach Angaben der GöVB seit Jahresbeginn zur Stadtbusflotte: zunächst als Leihfahrzeug im Probebetrieb, inzwischen als fester Bestandteil. Eingesetzt werde er im gesamten Liniennetz.

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