Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Rosdorf und Landkreis Northeim legen Stellungnahmen zur Höchstspannungsleitung vor

„Kommen glimpflich davon“ Rosdorf und Landkreis Northeim legen Stellungnahmen zur Höchstspannungsleitung vor

Die 380 Kilovolt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar wird auf Rosdorfer Gemeindegebiet zum Teil als Erdkabel ausgeführt. Erst südlich von Olenhusen wird es herkömmliche Masten geben.

Voriger Artikel
Massenvernichtungsmittel? Heftige Debatte in Adelebsen über Windräder
Nächster Artikel
Teile des Stadtmuseums sollen ins Haus des Wissen der Uni Göttingen
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Rosdorf/Northeim. Damit sei die Gemeinde Rosdorf vergleichsweise gut bedient, meint nicht nur die Verwaltung, sondern mehrheitlich auch die Parteien, wie sich in der Sitzung des Bau- und Wirtschaftsausschusses am Mittwoch zeigte. Der Ausschussvorsitzende Christian Frölich (CDU): „Wir kommen relativ glimpflich davon.“

Für den Übergang ist eine sogenannte Kabelübergangsanlage notwendig, teilte die Rosdorfer Gemeindeverwaltung im Ausschuss mit.

In ihrer Stellungnahme im Planfeststellungsverfahren fordert die Verwaltung eine Bepflanzung um die Übergangsanlage. Ein solcher Sichtschutz sei notwendig, damit auch der Blick von Settmarshausen weniger beeinträchtigt werde. Außerdem besteht die Gemeinde auf Vorkehrungen zum Schutz der Haselmaus einschließlich Umsiedelungen.

Auch der Landkreis Northeim hat mittlerweile eine Stellungnahme zur geplanten Höchstspannungsleitung von Wahle nach Mecklar in den Kreisgremien beraten. Darin geht es um den Teilabschnitt vom Umspannwerk Hardegsen bis zur Kreisgrenze.

Die Kreisverwaltung bekräftigt die Forderung, die Notwendigkeit der Wahle-Mecklar-Leitung aufgrund der stagnierenden Stromnachfrage und dem Stand des Ausbaus der alternativen Energien infrage zu stellen und zu prüfen. Wenn die Höchstspannungsleitung jedoch gebaut werde, müsse sie als Erdkabel realisiert werden, meint der Erste Kreisrat Hartmut Heuer: „Es geht dabei insbesondere um mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen und aber auch negativen Auswirkungen im Erholungs- und Tourismusbereich.“

Außerdem ist der Landkreis der Auffassung, dass die derzeitige Trassenplanung durch die Gemarkung Gladebeck und Harste „auf fehlerhaften Einschätzungen planerischer Vorgaben“ beruhe, so Heuer weiter. Der Landkreis fordere daher einen weiter östlich verlaufenden Trassenverlauf, „weil der derzeit offenbar bevorzugte Verlauf bei allen Schutzgütern - Mensch, Landschaft, Tiere und Pflanzen - am schlechtesten abschneidet“. Eine günstigere, im bereits abgeschlossenem Raumordnungsverfahren erwähnte östlichere Variante sei „offenbar überhaupt nicht geprüft“ worden, erklärt Heuer.

Mit den Einwendungen muss sich nun die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover als zuständige Planfeststellungsbehörde auseinandersetzen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Von Redakteur Matthias Heinzel

Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis