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Rosdorfer sammeln 400 Unterschriften gegen Keller-Mensa

Raum als Freizeitbereich „nicht zumutbar“ Rosdorfer sammeln 400 Unterschriften gegen Keller-Mensa

Neue Runde im Keller-Streit: Das Ansinnen der Rosdorfer Politiker, die für die geplante Umwandlung der Heinrich-Grupe-Schule in eine offene Ganztagsschule benötigte Mensa im Untergeschoss der Raiffeisenbank unterzubringen (Tageblatt berichtete), hat jetzt zu einer weiteren großen Protestaktion geführt.

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400 Unterschriften gegen die Keller-Mensa: Bürgermeister Harald Grahovac nimmt die Zettel von Alina, Andrea Scharbatke, Tita, Amelie und Jan Luca (von links) in seinem Büro entgegen.

Quelle: Hinzmann

Am Dienstag überreichten die Schulelternratsvorsitzende Andrea Scharbatke sowie weitere Eltern und Kinder Bürgermeister Harald Grahovac (SPD) Listen mit mehr als 400 Unterschriften. „Wir fordern von der Politik ein tragfähiges Raumkonzept oder eine Rückkehr zu den ursprünglichen Anbauplänen“, erklärte Scharbatke.

Die Kosten für diesen Anbau hatte die Gemeinde einst mit etwa 250 000 Euro veranschlagt. Angesichts dieses hohen Betrags kam den Ratsfraktionen die Idee, die Mensa im Keller der Bank unterzubringen, gerade recht. So verwiesen in der jüngsten Ratssitzung denn auch alle Parteien unisono auf die klammen Kassen der Gemeinde. Die solle doch bitte prüfen, inwieweit das Untergeschoss der Bank Voraussetzungen für eine Mensa und die zeitweise Unterbringung von Kindern erfüllt und in welchem Umfang man baulich nachbessern müsste.

Für die Eltern liegt das Ergebnis bereits jetzt auf der Hand. Allenfalls könnten die Kinder im Keller eine halbe Stunde zum Essen untergebracht werden, sagte Scharbatke. „Eine zusätzliche Verwendung des Raumes als Freizeitbereich ist nicht zumutbar.“ Ferner sei der Zugang über eine Außentreppe besonders im Winter viel zu gefährlich.

Derweil verriet Bürgermeister Grahovac gestern gegenüber dem Tageblatt erste Ergebnisse der Prüfungen. Ein Architekt sei demnach zu dem Schluss gekommen, dass die Räume „vom Grundsatz her genutzt werden können“. Es seien aber Investitionen notwendig. So müssten zum Beispiel aus den vorhandenen „Lichtschächten richtige Fenster“ gemacht, die Raumdecke angehoben und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Über diesen könnte das Untergeschoss von allen Kindern gefahrlos erreicht werden. Nach „ersten, vorsichtigen Schätzungen“ gehe man von Investitionskosten in Höhe von etwa 90 000 Euro aus.

Jetzt stünden als nächstes aber erst einmal Gespräche mit Vertretern der Bank an, um über die Miete zu verhandeln, sagte Grahovac. Zudem betonte er, dass noch nichts entschieden sei. Wie alle Ratspolitiker nehme er das Thema und die Bedenken der Eltern „sehr ernst“.

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Von Redakteur Andreas Fuhrmann

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