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Rotary Club Göttingen organisiert Berufsberatung mit Fachreferenten

Viele Wege in den Beruf Rotary Club Göttingen organisiert Berufsberatung mit Fachreferenten

„Was kann ich später mal tun?“ oder „Was wird aus mir?“ Diese persönlichen Zukunftsfragen haben am Donnerstag wohl die meisten der knapp 650 Abiturienten aus dem gesamten Stadtgebiet ins Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) gelockt. Organisiert vom Rotary Club Göttingen-Süd standen berufserfahrenen Referenten aus fast 30 Fachgebieten den Schülern Rede und Antwort.

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Inge Mathes vom Deutschen Theater spricht zu Schülern.

Quelle: Pförtner

Die Bandbreite war weit gesteckt: von Natur- über Geisteswissenschaften bis hin zu Berufen bei Polizei oder Bundeswehr.

Dabei war auffällig, dass die meisten Referenten nicht da waren, um Werbung für einen bestimmten Beruf zu machen, sondern den Schülern eine echte Beratung inklusive aller Chancen und Risiken eines Berufes zu geben. „Es gibt nun mal kaum Geld und der Job kann auch hart sein“, berichtete zum Beispiel Inge Mathes, Leiterin Kommunikation des Deutschen Theaters. Aber er habe eben auch seine schönen Seiten.

Mit besseren Berufschancen konnten da schon Physiker Gerd Liftin und Studiendekan Dietmar Stalke vom Instituts für anorganische Chemie der Uni aufwarten. „Die Berufsaussichten sind sehr gut“, sagte Liftin. „Aber es ist auch sehr schwer Leute zu finden.“ Ein Grund dafür sei vielleicht das harte Studium, aber auch, dass nach wie vor zu wenig Frauen in naturwissenschaftliche Fächer strebten. „Dabei können die das mindestens genauso gut wie Männer“, ergänzte Stalke.

„Die Beratung hier ist sehr persönlich“, beobachtet Jochen Dörner vom Rotary Club seit mehreren Jahren. Manchmal komme es danach noch zu weiteren Treffen, wenn ein Schüler besonders interessiert war. Dass das Angebot gut ankommt, glaubt auch Monika Herting vom THG: „Es hat sich deutlich etwas verändert. Heutzutage kommen von den Schülern viel mehr Fragen zur möglichen Zukunft als früher. Da ist schon eine Unsicherheit.“

Schülerin Johanna Diepold allerdings weiß schon, was sie später machen will. „Ich möchte Ärztin werden. Das steht durch Bio-Unterricht und ein Praktikum in einer Klinik fest.“ Die Berufsberatung Medizin hat der 16-Jährigen trotzdem etwas gebracht. „Jetzt kenne ich auch die Struktur des Studiums und weiß, was auf mich zukommt.“

Für Robin, Max und Can steht der Zukunftsplan noch nicht fest. Sie waren zur Beratung bei Oberleutnant Alexander Klaus und fanden: „Das war schon krass, wie der einen locken wollte.“ Auslandseinsätze und Risiken seien nur angeschnitten worden.

Letztendlich gibt es für die Schüler „viele Wege in den Beruf“, erklärte Tageblatt-Redakteurin Angela Brünjes Journalistik-Interessierten. Einige Wege kennen die Abiturienten jetzt.

Von Benjamin Köster

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