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Rotary-Clubs wollen Groner Heinrich-Heine-Schule retten

Hauptschüler „schwer in großen IGS-Klassen aufzufangen“ Rotary-Clubs wollen Groner Heinrich-Heine-Schule retten

Die Heinrich-Heine-Schule bekommt unerwartete Unterstützung: In einem offenen Brief fordern Mitglieder der Rotary-Clubs in Göttingen, die Hauptschule in Grone vorerst zu erhalten. Die elf Unterzeichner fürchten, dass die dort unterrichteten  Kinder und Jugendlichen an großen Gesamtschulen mit großen Klassen nicht ausreichend gefördert werden könnten.

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Die Heinrich-Heine-Schule.

Quelle: Hinzmann

Grone. Die Stadt Göttingen will im nächsten Sommer  die dritte Integrierte Gesamtschule (IGS) einrichten. Im Gegenzug will sie die einzige noch bestehende Realschule in der Stadt sowie die Käthe-Kollwitz- und die  Heinrich - Heine -Schule  schließen. Haupt- und Realschüler sollen künftig die verbleibenden Gymnasien, Gesamtschulen oder Oberschulen in der Region  besuchen.

Viele der Kinder und Jugendlichen an der Heinrich-Heine-Schule seien aufgrund ihrer familiären Umstände und anderer schwieriger Umstände auf eine besonders individuelle Betreuung angewiesen, um einen Schulabschluss und den Sprung ins Berufsleben zu schaffen. „In einer IGS mit Klassenstärken bis 30 ist es unserer Meinung nach auch bei sehr guten Konzepten schwierig, diese Kinder und Jugendlichen aufzufangen“, äußern die Rotary-Mitglieder.

Die Stadt dürfe bei ihrer Schulplanung „nicht nur absolute Zahlen“ berücksichtigen. Ihre Pläne begründet die Schulverwaltung mit einem massiven Schülerrückgang an den Haupt- und Realschulen. An der Heinrich-Heine-Schule seien die Schülerzahlen in den vergangenen Jahren über alle Jahrgänge betrachtet allerdings unverändert, kontern die Rotarier.

Übergang zum Beruf erleichtern

Sie schlagen vor, die Schule  zusätzlich zu den Göttinger Gesamtschulen zunächst drei bis fünf Jahre zu erhalten. In dieser Übergangszeit werde sich herausstellen, ob das bewährte Unterstützersystem der Heinrich-Heine-Schule „dauerhaft erforderlich ist“.

Die drei Rotary-Clubs Göttingen, Göttingen Süd und Hann. Münden unterstützen die Abschlussjahrgänge der Heinrich-Heine Schule seit dreieinhalb Jahren ehrenamtlich mit einem Mentoren-Programm. Sie finanzieren  Projekte, die den Schülern den Übergang zum Beruf erleichtern sollen.

Dazu gehörten die Vermittlung von Praktika, ein Knigge-Kurs, Englischkurse, eine Kooperation mit dem Künstlerhaus und EDV-Kurse, die über Spiele und Internetnutzung hinaus gingen, erklärt die Mitunterzeichnerin des Briefes und Mentorin Sonja Alberts. Gerade erst habe es für die Zehntklässler ein intensives Bewerbungstraining mit Gruppendiskussionen, Team-Projekten und Bewerbungsgesprächen mit acht beteiligten Unternehmensvertretern aus Göttingen gegeben.

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