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Routinier setzt sich durch

Wochenend-Kolumne Routinier setzt sich durch

Kollegin Bielefeld (Fachfrau fürs Thema des Tages in der Redaktion) hat Recht. EM, und die Leute drehen ab. GT-Lokalchef Andreas Fuhrmann macht sich in seiner knappen Freizeit an Tüten zu schaffen - und knibbelt Panini-Bildchen heraus, um die Fotos unbekannter Fußballspieler aus Island in sein Sammelalbum zu frickeln.

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Stellvertretender Chefredakteur Christop Oppermann.

Quelle: Archiv

In der Zeitung gibt's die ersten großräumigen Umfragen, wer in vier Wochen den Pott holt, erste Fahnen zieren die Büros und als Krönung - und damit hätte nun wirklich niemand gerechnet - will Lars Wätzold am Sonnabend zum Frisör, damit er nicht mehr wie ein völlig verunglücktes Tony-Marshall-Double herumlaufen muss. Ich habe einen Hang zu Außenseiterwetten und ein großes Herz fürs Handwerk, aber in diesem Fall setze ich einen Fünfer auf Lars-Tony und seine Matte. Das packt der Figaro nicht.

Eine ähnliche Gute-Laune-Garantie wie das geplatze Sofakissen on top of Wätzold bieten die Akteure im allmählich beginnenden Kommunalwahlkampf. Was für eine herrliche Aufregung! Gewählt wird im meteorologischen Herbst, und obwohl der Sommer noch nicht einmal begonnen hat, zeigen die ersten Wahlkampfteams bereits Anzeichen von Überhitzung. Jetzt beginnt wieder die Zeit des Erbsenzählens. Bis mindestens 10. September habe ich also Kolumnenthemen lange Meter. Muss ich nur noch auf Länge schneiden. Vielleicht gebe ich das Geld, das ich mit der Wätzold-Wette praktisch zwangsläufig gewinnen muss, auch gleich für eine Art Wanderpokal aus, den ich für die Wahlkampfgurke der Woche verleihe. Der Anfang jedenfalls war früh und vielversprechend.

Zurück zu den wirklich wichtigen Angelegenheiten. Fußball und EM: Dritter Gute-Laune-Lieferant war in dieser Woche die Spielpaarung Junge Union vs Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Der CDU-Nachwuchs überraschte mit einem neuen Spielzug und forderte Schwarz-Rot-Gold-Beflaggung am Alten Rathaus während der EM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Libero-Routinier Johannson behielt den Überblick, klärte und konterte gleichermaßen souverän wie lässig: "Wir könnten, aber wir tun es nicht." Zum Niederknien schön. Geht doch nichts über Reife und alte Schule. Bei dieser JU-Angriffsvariante war deutlich die Anleihe an der Spielweise afrikanischer Mannschaften zu erkennen. Schön kombiniert, aber das Tor ignoriert. Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Und jetzt: Viel Spaß an, mit und bei der EM. Alles dazu gibt's bei uns unter gturl.de/em2016

Christoph Oppermann

Sie erreichen den Autoren unter c.oppermann@goettinger-tageblatt.de und auf Twitter unter @tooppermann

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