Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Roy Kühne (CDU) organisiert Diskussionsrunde zur Integration von Flüchtlingen

Chance statt Belastung Roy Kühne (CDU) organisiert Diskussionsrunde zur Integration von Flüchtlingen

„Wir nehmen jede ehrenamtliche Hilfe gern in Anspruch, aber es braucht auch hauptamtliche Strukturen, um Flüchtlinge zu integrieren - und das kostet Geld“, so fasst Oliver Junk (CDU), Oberbürgermeister der Stadt Goslar zusammen, was derzeit viele bundesdeutsche Städte belastet.

Voriger Artikel
Frühlingsfest mit Feuerwerk auf Duderstädter Schützenplatz
Nächster Artikel
Haushaltssicherungskonzept für Hann. Münden vorgestellt

CDU-Bundestagsabgeordneter Roy Kühne

Quelle: CDU Niedersachsen

Northeim.  „Und es stinkt mir, dass auf Landes- und Bundesebene von Willkommenskultur geredet wird“ - ohne die Kommunen finanziell so auszustatten, dass zumindest die Deutschkurse bezahlt werden könnten. Auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Roy Kühne hatte sich Junk während einer Diskussionsveranstaltung in Northeim zur Flüchtlingsproblematik geäußert.

Vorangegangen war seinem Statement eine Situationsschilderung von Sabine Nienhüser, Leiterin des Fachbereichs Soziales beim Landkreis Northeim. Die Zahl der zugewiesenen Flüchtlinge im Landkreis habe sich vervielfacht, berichtete Nienhüser den Gästen im Autohaus Peter.Im vergangenen Dezember habe die Zahl der bei Northeim unterzubringenen Menschen bei 850 Menschen gelegen, mindestens ebenso viele sollen 2015 ankommen. Mit dem Anspruch des Landkreises, die Flüchtlinge dezentral satt in Sammel- oder provisorischen Unterkünften unterzubringen, entwickele sich das Thema „zur großen Herausforderung“, erklärte Nienhüser. Die KVHS bemühe sich derzeit um Förderung aus dem Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union, um Sprachkurse anbieten zu können. Das Antragsvolumen sei aber so hoch, dass die Bewilligung auf sich warten lasse.

Junk hatte Ende vergangenen Jahres durch sein Angebot Aufmerksamkeit erregt, Goslar könne für andere Kommunen Flüchtlinge aufnehmen. Konkretes hat sich bislang aus der erklärten Bereitschaft nicht ergeben, außer Gesprächen - etwa mit der Stadt Göttingen. „Ohne den Landkreis Goslar werden wir das aber nicht machen“, sagte Junk am Montagabend in Northeim.

Bei Kühnes Diskussionsrunde betone Junk erneut, dass er in der Aufnahme von Flüchtlingen nicht eine Belastung, sondern eine Chance für diejenigen Kommunen sehe, deren Einwohnerschaft stetig schrumpfe. Es müsste möglich sein, dass solche Kommunen auf dem kleinen Dienstweg mehr Flüchtlinge aufnehmen können als andere. „Allerdings sollten sie nicht in Ortschaften angesiedelt werden, in denen es keine Infrastruktur gibt“, sagte der Goslarer Oberbürgermeister.

Nach wie vor ist Junk davon überzeugt, dass „wir diese Menschen brauchen,für unsere Einnahmen, das gesellschaftliche Leben und für unsere Ökonomie. Andernfalls droht uns der demografische Infarkt“. Allein Goslar habe bis 2030 einen Einwohnerverlust von 25 Prozent zu befürchten, was sich unter anderem auf das Arbeitskräfteangebot und die Schlüsselzuweisungen nach Einwohnerzahl auswirke.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 3. bis 9. Dezember 2016