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Rückbau des Wendebachstausees hat begonnen

Umbau erforderlich Rückbau des Wendebachstausees hat begonnen

Nur ein paar Drehungen am Sperrventil, dann das große Rauschen – der Wendebach-Stausee läuft leer. 500 Liter Wasser pro Sekunde schießen seit Montagmorgen, 6. Oktober, ins Tal und wenig später in die Leine. Nur 25 bis höchstens 50 Liter pro Sekunde rinnen aus dem Wendebach nach.

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Lassen den See ab: Torsten Knoblauch, Michael Gruttke und Detlef Kirstein (von links) vom NLWKN.

Quelle: Theodoro da Silva

Niedernjesa. Voraussichtlich am Wochenende werden die 130 000 Kubikmeter, die der Stausee beinhaltet, davongeflossen sein. Dann beginnen die Bauarbeiten zur Umgestaltung des Sees vom nie funktionsfähigen Hochwasserpuffer zum reinen Freizeitsee. Fünf Millionen Euro wird das kosten.  

Er sei jetzt erleichtert, gesteht Detlef Kirstein von der Betriebsstelle Süd in Göttingen des niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), die für den See zuständig ist. Seit Ende der 1960-er Jahre staut die Talsperre den Wendebach und sollte im Hochwasserfall dessen Wassermassen zurückhalten.

Doch der Damm hat nie funktioniert. Zu viel Wasser drückete an seinen Flanken durch porösen Untergrund. Im Falle eines Vollstaus drohte gar der Dammbruch – bis jetzt.

Hochwasserschutz wird aufgegeben

Deshalb wird die Deichkrone nun um sieben Meter gesenkt. Im Frühjahr ist Baubeginn. Der Hochwasserschutz durch den See wird praktisch aufgegeben. Bis Oktober 2015 wird eine neue Hochwasserentlastungsanlage gebaut – also ein neuer Auslauf. Ende nächsten Jahres wird der See wieder vollgelaufen sein.

Vorerst aber muss er trocken fallen, um am Grund des Sees die Sedimente zusammenzuschieben. Der Schlamm soll vor dem nächsten Frühjahr auf Äckern verteilt werden. Nur ein Rinnsal wird im alten Bett des Wendebachs noch fließen.

Schon am Montag begann das NLWKN, an den trocken fallenden Rändern die Exemplare der Großen Teichmuschel einzusammeln. Ab Donnerstag wird der Sportangelclub Göttingen, der die Fischereirechte gepachtet hat, die Fische einfangen und in andere Vereinsgewässer umsiedeln.

Das werde fachgerecht geschehen. Es sei mit drei bis fünf Tonnen Fisch zu rechnen. Der Zeitpunkt sei so gewählt, dass die vorhandenen Amphibien bereits in den Winterquartieren seien. Ab 2016 werde der See dann wieder mit Fischen und Muscheln neu besetzt.

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Sie kommen erst, aus ihren Verstecken, wenn die letzten Sonnenstrahlen verschwunden sind. Dann jagen sie lautlos nach Nachtfaltern, Käfern und Mücken. Zu sehen sind Fledermäuse im Dunklen der Nacht für den Menschen dabei kaum.

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