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Rückenwind für Freifunk

100.000 Euro aus Landesmittel für Ausbau freier Netze Rückenwind für Freifunk

Der netzpolitische Sprecher der Grünen im niedersächsischen Landtag, Belit Onay, verspürt "Rückenwind" für den Ausbau von freien WLAN-Netzen im Land. Das sei das Ergebnis  einer Anhörung zur rot-grünen Freifunk-Initiative im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten, Medien und Regionalentwicklung des Landtages am Donnerstag.

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WLAN-Hotspots wie hier in Hannover soll es künftig häufiger geben.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. So habe es Ausschuss eine "breite Unterstützung" für mehr freie WLAN-Netze in Niedersachsen gegeben. "Das gibt uns Rückenwind", so Onay. "Wichtig ist jedoch allen, dass endlich die Störerhaftung auch für kleine Betreiber von öffentlichen WLAN abgeschafft wird - hier ist der Bund gefragt. Wer sich dem Risiko aussetzen muss, ständig von Abmahnanwälten kontaktiert zu werden, überlegt es sich schließlich zweimal, ob er sein Netz für Dritte öffnen will.“ 

Ein Internetzugang außerhalb der eigenen vier Wände dürfe nicht vom Geldbeutel abhängen und digitale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben solle nicht zum Luxusgut werden "Wir setzen uns deswegen dafür ein, dass alle Menschen die Vorteile der Digitalisierung nutzen können. Freies WLAN ist ein Kulturgut, kein Luxusgut", sagte Onay.

Nach seinen Angaben gibt es in Niedersachsen inzwischen 2400 offene WLAN-Zugänge über Freifunk. Allein in im Göttinger Freifunknetz sind es mehr als 600. " Um dieses Netz weiter auszubauen, hat Rot-Grün im Landeshaushalt 2016 100000 Euro für bereitgestellt", sagte Onay.

Am Mittwoch, 10. Februar, veranstalten Belit Onay (Grüne) und der netzpolitische Sprecher der SPD, Maximilian Schmidt, ein landesweites Freifunk-Treffen im Landtag. Ziel sei es, "sich über die Erfahrungen beim Freifunk auszutauschen und neue Strategien für noch mehr Freifunk-Router im ganzen Land zu finden".

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Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016