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Rückzieher der Neonazis - Aufmarsch in Güntersen abgesagt

Verbotsankündigung Rückzieher der Neonazis - Aufmarsch in Güntersen abgesagt

Der für den 28. Februar in Güntersen vorgesehene Neonazi-Aufmarsch fällt aus. Nach einer Verbotsankündigung durch den Landkreis Göttingen zog Anmelder Mario Messerschmidt, der im Bundesvorstand der Neonazi-Partei Die Rechte sitzt, das Vorhaben zurück.

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Rückzieher der Neonazis: Aufmarsch in Güntersen abgesagt.

Quelle: dpa

Güntersen / Göttingen. Bei der Neonazi-Kundgebung sollte auf dem Friedhof in Güntersen ein Kranz zum Gedenken an Horst Wessel, den Verfasser der NSDAP-Parteihymne, niedergelegt werden.

Der Landkreis teilte mit, er habe Messerschmidt angekündigt, den Aufmarsch in Güntersen und auch in dem von Messerschmidt als Alternative angegebenen Adelebsen zu verbieten. Die Kreisverwaltung räumte Messerschmidt zugleich die Gelegenheit zur Stellungnahme ein.

Noch vor Ablauf der Anhörungsfrist habe Messerschmidt das Vorhaben nun abgesagt. Begründet haben soll er das mit der weitreichenden Mobilisierung gegen den Aufmarsch, der ein Gedenken an Wessel unmöglich mache. In Güntersen soll als Gegenmaßnahme ein großes Frühlingsfest gefeiert werden, das von zahlreichen Initiativen und Musikern unterstützt wird.

Landrat Bernhard Reuter (SPD) begrüßt in einer ersten Stellungnahme die Absage der Demonstration. Den Bürgern von Güntersen bleibe ein ungewolltes Schauspiel erspart. „Die Menschen in Güntersen und dem Flecken Adelebsen haben durch ihre geschlossene Haltung klar gemacht, dass sie keinen rechten Aufmarsch wollen.

Das zeigt Wirkung“, so Reuter. „Ich bin erleichtert, dass wir am 28. Februar nun völlig unbelastet ein buntes Frühlingsfest in Güntersen feiern können“, sagt der Landrat.

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