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Ruhige Kaninchen, zappelige Hasen

Zoologisches Museum Ruhige Kaninchen, zappelige Hasen

Passend zu Ostern: In der zweiten Veranstaltung beim Ferienprogramm des Zoologischen Museums drehte sich gestern alles um Hasen und Kaninchen. 

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Morgens im Museum: Elias, Jakob, Lukas, Marleen, Charlotte und Sören (v.l.) vor einem Hasenskelett.

Quelle: Hinzmann

Charlotte weiß Bescheid: Feldhasen sind braun, Wildkaninchen grau, Kaninchen sind viel kleiner als Hasen und ihre Ohren viel kürzer. Bei der zweiten Veranstaltung des Kinder-Ferienprogramms im Zoologischen Museum hat sie gemeinsam mit den anderen Teilnehmern Wissenswertes über Hasen und Kaninchen gesammelt. 

Denn auch wenn Wildkaninchen und Feldhasen beide zur Familie der Hasen gehören – die Unterschiede sind beträchtlich: Während Hasen etwa Einzelgänger sind, leben Kaninchen in Kolonien. Hasen bauen oberirdische Nester, sogenannte Sassen. Wildkaninchen legen dagegen Erdhöhlen an. Auch die Jungen unterscheiden sich: Junge Hasen werden als Nestflüchter sehend und mit Fell geboren, Kaninchenjunge sind als Nesthocker bei der Geburt nackt und blind. Beiden gemein ist ihr Appetit auf Gräser,Kräuter, Rinden und Knospen. Füchse, Luchse, Marder und Raubvögel sind ihre natürlichen Feinde. „Und Autos“, sagt Sören.

Ruhig und zappelig

Die Museumsmitarbeiterinnen Gisela Vogel und Gisa Heinemann wissen noch mehr über die beiden Tierarten: Etwa dass Hasen bis zu 50, manchmal sogar 70 Kilometer in der Stunde laufen können. Oder dass das Hasenohr Löffel und der Hasenschwanz Blume heißt. Obwohl das Kaninchen heute in fast ganz Europa heimisch ist, ist es erst seit dem 16. Jahrhundert in Deutschland heimisch. Alle heutigen Zuchtkaninchenrassen stammen von ihren wilden Verwandten ab. Und während sich die ruhigen Kaninchen gut züchten lassen, gelingt das bei den zappeligen Hasen nicht so gut. Der Star der Veranstaltung, Zierkaninchen Marlon, zeigt das eindrucksvoll: Unbeeindruckt vom Trubel um ihn herum, bleibt er in seinem Käfig.

Ein Video sehen Sie hier.

                                                                                                     Von Michael Brakemeier

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