Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Rund 2000 Schüler starten in die Ferien

Hurra! Endlich Ferien Rund 2000 Schüler starten in die Ferien

Hurra! Endlich schulfrei, ausschlafen, faulenzen. Für etwa 844000 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen haben die Sommerferien begonnen – darunter knapp 20000 Schüler an den allgemeinbildenden Schulen und 7300 an den Berufsschulen im Raum Göttingen. Am Mittwoch gab es Zeugnisse.

Voriger Artikel
Stefanie Heinzmann beim Erlebnis Turnfest
Nächster Artikel
Veganes Eis an der Kultbühne

Auf in die Ferien: Die Schüler der Heinrich-Grupe-Schule in Rosdorf haben ihre Zeugnisse.

Quelle: Wenzel

Göttingen/Duderstadt. Sechs Wochen – genau 42 Tage – können die niedersächsischen Schüler jetzt ausspannen, verreisen oder auch jobben. Am Donnerstag, 4. August, müssen sie wieder in die Schule kommen. Hinter ihnen liegt ein ungewöhnlich kurzes Schuljahr mit knapp 34 Wochen Unterricht, im nächsten werden es etwa 37 Wochen sein.

Für viele war der letzte Schultag vor den Sommerferien ein Grund zur Freude, wenn gute Noten überwiegen. Für manche ist es aber auch frustrierend, wenn Fünfen und Sechsen den Schnitt vermiesen. In der Klasse 4a der Heinrich-Grupe-Schule in Rosdorf herrschte am Mittwoch große Aufregung: Zum einen haben auch sie ihre Zeugnisse bekommen. Zum anderen verabschiedeten sich alle 4. Klassen bei allen anderen Kindern mit Tanz, Musik und einer Party: Sie wechseln an eine weiterführende Schule.

Jonte Heinemann

Zur Bildergalerie

„Ich gehe an die CFG in Groß Schneen“, erklärte Mira Mangouska stolz. Die Zehnjährige freut sich auf den Wechsel, auch wenn ihre Zeit an der Grundschule „ganz viel Spaß“ gemacht hat. In den Sommerferien geht es aber erst einmal nach Bulgarien zu ihren Angehörigen. Ihr Mitschüler Jonte Heinemann findet den Zeugnistag einfach „cool“: „Weil wir jetzt Ferien haben und ich ganz viel schwimmen gehen kann.“ Leonie Minne wird zum 4. Mal mit einer Freundin auf einem Reiterhof bei ihrem Lieblingspferd Kuckuck Urlaub machen. Mit ihren Noten ist sie sehr zufrieden: „nur Zweien und eine Eins.“

Nummer gegen Zensuren-Kummer

Bei Zeugnisfrust und -ärger bekommen Schüler und Eltern Rat und Hilfe über die bundesweite „Nummer gegen Kummer“. Darauf weist das Kinder- und Jugendtelefon anlässlich der Zeugnisausgabe vor den Sommerferien hin. Freigeschaltet ist montags bis sonnabends von 14 bis 20 Uhr die „Nummer gegen Kummer“ beim Kinder- und Jugendtelefon: für Kinder und Jugendliche unter 116111 und unter der Festnetznummer 0800/1110333; für Eltern unter 0800/1110550 sowie online auf nummergegenkummer.de. ?us

Richtig zufrieden ist auch Tim Vehlies am Ende der 8. Klasse an der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Göttingen: Notenschnitt 1,7 - „Das habe ich nicht erwartet.“ Feiern will er das in den Ferien mit Freunden und Familienurlaub auf Mallorca. Seine Mitschülerin Sophie Wasmuth ist weniger zufrieden mit ihren Noten: Viermal Note Drei - „ich hatte es besser erwartet“. In den großen Ferien pauken wird sie trotzdem nicht, „die braucht man mal für was anderes“. Vor allem die Note Drei in Mathe gefällt ihrer Mitschülerin Nele Schaffner gar nicht, und natürlich ist das auch nicht gerade ihr Lieblingsfach. Aber sie ist „doch zufrieden“ - und freut sich erst einmal auf den Nachmittag bei ihrer Oma.

V.l.: Sophie-Wasmuth, Nele-Schaffner, Tim-Vehlies

Quelle: Schubert

Größere Pläne hat Maren Schulze (15) von der Heinz-Sielmann-Realschule nach einem Schuljahr mit einem „perfekten“ Zeugnis in Duderstadt: „Mein Bruder wohnt in Berlin, den werde ich einige Tage besuchen und dann noch eine Städtereise unternehmen.“ Weniger zufrieden ist ihr Mitschüler René Becker.

Maren Schulze

Quelle: Müller

  

Recep Picakci

Quelle: Müller

  

Johannes Leunig

Quelle: Müller

 

Aber: „Zumindest komme ich in die zehnte Klasse.“ Und die wird der 15-Jährige an einer BBS absolvieren. In den Ferien wird er mit den Eltern im Garten arbeiten - „da gibt es viele Bäume, die müssen weg“. Recep Picakci (15) peilt nach einem guten Schuljahr erst einmal den erweiterten Realschulabschluss an, „und dann das Abitur“.

René Becker

Quelle: Müller

Johannes Leunig darf jetzt sogar elf Wochen Sommerferien genießen. Seine Familie zieht an die Ostsee um, dort beginnt die Schule später. Und wie war sein Zeugnis: „Immerhin versetzt, ich hätte besser sein können.“

Von Ulrich Schubert und Gunnar Müller

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Vor 25 Jahren erhielt der Göttinger Wissenschaftler Erwin Neher den Nobelpreis