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Rund 500 Gäste bei offenem Heiligabend

"Keiner soll einsam sein" Rund 500 Gäste bei offenem Heiligabend

Um die 500 Gäste aus allen Altersklassen haben am Donnerstagnachmittag die Heiligabendfeier der Tageblatt-Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ in der Stadthalle besucht. Zwischen Kaffee und Kuchen und dem Abendessen gab es viel musikalische Unterhaltung und gegenseitiges Kennenlernen an den festlich geschmückten Tischen.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Nach den Grußworten von Tageblatt-Organisator Wolfgang Stoffel und Göttingens Bürgermeister Wilhelm Gerhardy hielt Pastor Thomas Harms die Weihnachtsandacht – dezidiert christlich geprägt trotz der auffällig vielen Besuchern mit ausländischen Wurzeln. Die Begleitung zum gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern lieferte das Blasorchester Kreuzfidel.

Foto: Wenzel

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Cheforganisator Stoffel freute sich darüber, dass diesmal viele neue Helfer im Einsatz waren: „Ungefähr die Hälfte ist zum ersten Mal dabei.“ Weil die Riege so gut besetzt war, konnten sich viele der gut 90 Helfer die Zeit nehmen, sich zu einzelnen Gästen setzen und denjenigen, die ihre Zeit sonst viel allein verbringen, ein Gefühl von weihnachtlicher Gemeinsamkeit geben.

Flüchtlinge unter den Besuchern gab es nur sehr wenige. Stoffel vermutet, dass es in den größeren Unterkünften eigene Weihnachtsfeiern gab. Denen sollte der „Keiner soll einsam sein“-Abend keine Konkurrenz machen. Anderen Geflüchteten sei das deutsche Weihnachten möglicherweise auch noch zu fremd gewesen, meinten Helfer. Aber: Vier Flüchtlinge hatten sich bereiterklärt, bei der Betreuung der Gäste mitzumachen.

 

Umlagert war vor allem der Mal- und Spieltisch für Kinder, den die Pädagogin Hildegard Stuke organisiert hatte und betreute. Sie wurde unterstützt von zwei Insassen der JVA Rosdorf, die sich bereits im offenen Vollzug befinden. Auch hier auffällig: viele Kinder mit ausländischen Wurzeln. Sie genossen Spiel und Spaß, während sich die Mütter am Tisch nebenan unterhielten.

 

Nach Musik zum Kaffee mit Klaus Faber wurde das Abendessen eingeläutet: Rindergulasch mit Reis und Gemüse. Es folgte eine Zauber-Show mit dem Duo „Freund & Freundin“. Kurz vor Schluss der Heiligabendfeier gab es noch kleine Überraschungen für die vielen Kinder. Gegen 20 Uhr konnten die Gäste die kostenlosen Sonderbusse der Göttinger Verkehrsbetriebe besteigen, die sie nach Hause in alle Göttinger Stadtteile brachten.

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