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Überforderung befürchtet

Dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen Überforderung befürchtet

Die dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtgebiet kann Zuwanderer auch überfordern. Darauf hat Pascal Comte, der Leiter der Flüchtlingsunterkunft auf der Siekhöhe, beim Runden Tisch Grone im Bürgerhaus hingewiesen. Auf sich allein gestellt, seien die Menschen zum Teil überfordert.

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Innenansicht aus der Flüchtlingsunterkunft an der Siekhöhe

Quelle: Wenzel

Grone. „Was ist das? Ich wollte doch nur Geld abheben“, fragten Flüchtlinge verwirrt und hielten Comte Kontoauszüge entgegen, erzählte dieser. Der deutsche Alltag sei für die Migranten voller Tücken. Auch Behördenschreiben, das Melden des neuen Wohnsitzes oder der Arztbesuch bringe viele an ihre Grenzen. „Sie erkennen erst nach dem Auszug aus dem Heim, was wir alles für sie geleistet haben“, erklärte Comte. Sein Appell: Ehrenamtliche sollten Zuwanderern zur Seite stehen.

„Wir suchen zudem einen Freiwilligen, der Flüchtlinge beim Reparieren von Fahrrädern anleitet“, erklärte der Heimleiter. 150 Räder, die nur zum Teil einsatzfähig seien, habe seine Einrichtung geschenkt bekommen. Auch über Werkzeug und alle Arten von Ersatzteilen verfügten sie.

„Um Kontakte zu Göttingern herzustellen, richten wir am Freitag, 5. Mai, von 15 bis 19 Uhr gemeinsam mit Vereinen ein Sportfest aus“, berichtete Comte. Es werde unter anderem Fuß- und Volleyball gespielt, mit dem Bogen geschossen und ein Fahrradparcours aufgebaut. Er hoffe, dass die Jugendfeuerwehr ihr Können zeige und so das Interesse der 22 Kinder in der Unterkunft wecke.

„Wir feiern am Freitag, 9. Juni, um 14 Uhr zehnjähriges Bestehen“, kündigte Ivonne Hilbert an, die das Nachbarschaftszentrum Grone leitet. Derzeit sei sie dabei, alte Fotos für eine Ausstellung zu sichten. „Viele der Menschen, die zu sehen sind, kenne ich nicht“, erklärte Hilbert. Sie sei auf Hilfe angewiesen. Neben den Bildern gebe es beim Fest ein musikalisches Programm.

Zur Sprache kam beim Runden Tisch zudem die Neuauflage der Broschüre „Wir in Grone“. In dem Heft stellen Vereine und Institutionen ihre Arbeit vor. Nur wenige hätten bisher keine Informationen geliefert, sagte Koordinator Harald Engelhardt. Diese will Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr (SPD) nun ansprechen.

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