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Russische Schüler besuchen Göttinger Max-Planck-Gymnasium

Gleiche Interessen und Träume Russische Schüler besuchen Göttinger Max-Planck-Gymnasium

Eines haben Marie-Luise Wilkenhöner und Dara Sadowskaja feststellen können: „Es gibt kaum einen Unterschied zwischen deutschen und russischen Jugendlichen.“  Höchstens, dass die Russen etwas bunter angezogen seien, wie Marie-Luise sagt, und dass die Deutschen wohl nicht so viel Hunger hätten, wie Dara glaubt. Schließlich äßen sie nur eine, und nicht – wie in Russland üblich – drei warme Mahlzeiten am Tag.

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Auf dem Weg nach Hannover: Jelena Lemetti (links) und Schülerinnen am Bahnhof Göttingen.

Quelle: Rudolph

Göttingen. Ansonsten aber ähnelten sie sich sehr, hätten die gleichen Interessen, Ziele und Träume – beispielsweise möchten viele Medizin studieren.

Kennengelernt haben sich die beiden 15-Jährigen bei einem Besuch von neun Neuntklässlern der Peterschule aus St. Petersburg. Sechs Mädchen und drei Jungen hatten ein paar Tage lang Unterricht am Max-Planck-Gymnasium. Sie wohnten bei deutschen Familien.

Zusammen mit ihrer Lehrerin Jelena Lemetti (sie hat finnische Vorfahren), ihren deutschen Klassenkameraden und MPG-Russisch-Lehrerin Nicole Stieg lernten sie Göttingen kennen, unternahmen einen Ausflug nach Hannover und gestalteten eine zweistündige Radio-Sendung, die im Stadtradio ausgestrahlt wurde.

Seit der ersten Klasse Deutsch gelernt

Beeindrucken konnten die jungen Russen vor allem mit ihren guten Sprachkenntnissen – sie lernen seit der ersten Klasse Deutsch – und ihrem naturwissenschaftlichen Wissen. „Da sind sie unseren Schülern einfach voraus, weil sie nur elf Jahre bis zum Abitur brauchen, und in der neunten Klasse schon dementsprechend weit sind“, erläutert Stieg.

Dafür seien die deutschen Jugendlichen selbstständiger, meint Lemetti: „Als im Unterricht Gruppenarbeit angesagt war, haben sie sich selbstständig aufgeteilt – unsere Schüler hätten erwartet, dass der Lehrer das macht.“

Aufgefallen ist Elisaveta Nikolajeva (14), „wie groß und schön die deutsche Schule ist“, während Anna Chernjaeva (14) sich wundert, wie früh der Unterricht beginnt: „Wir fangen erst um neun an“. Das bedeutet, dass die deutschen Schüler, bei deren Familien die Gäste aus Russland untergebracht waren, sich aufs Ausschlafen freuen dürfen: Im Mai kommenden Jahres ist nämlich ein Gegenbesuch in St. Petersburg geplant.

Von Hauke Rudolph

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