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SOS-Kinderdorf ehrt langjährige Spender in Göttingen

Wie in einer richtigen Familie SOS-Kinderdorf ehrt langjährige Spender in Göttingen

Vor 66 Jahren gründete Hermann Gmeiner das erste SOS-Kinderdorf in Österreich, seit 60 Jahren gibt es die Organisation auch in Deutschland. Aus Anlass des Geburtstages werden bundesweit langjährige Spender geehrt – auch in Göttingen. Rund 170 von ihnen sind am Sonntagabend in der Stadthalle zusammengekommen.

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Jonny Schmidt-Wilke (vorne: 1. v.l.) und andere Engagierte.

Quelle: Heller

Göttingen. „Wer spendet schon seit 20 Jahren?“, fragte Moderatorin Carla Klingjohann, und viele meldeten sich. Bereits seit 50 Jahren spendet Dieter Bezold aus Bovenden, bei Jonny Schmidt-Wilke aus Northeim sind es sogar noch mehr. Die 89-jährige ehemalige Lehrerin unterstützt die Organisation, die mittlerweile in mehr als 130 Ländern aktiv ist, seit 60 Jahren – also seit ihrer Gründung in Deutschland.

Klingjohann fragte die Spender, was sie mit dem Begriff der Familie assoziieren, denn das, was gemeinhin eine Familie Kindern bietet,  wollten die Kinderdörfer den Kindern und Jugendlichen, die sie betreuen, auch bieten. „Geborgenheit“, war die meistgenannte Antwort, und ein älterer Herr sagte, er wäre lieber in einem SOS-Kinderdorf aufgewachsen als in seiner eigenen „schrecklichen“ Familie.

Kleinjohann berichtete, die Organisation wolle in Zukunft Patenschaften für Flüchtlingsfamilien übernehmen und sich um unbegleitete junge Flüchtlinge kümmern. Das griff Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) in seiner Ansprache auf. Die Idee der SOS-Kinderdörfer sei heute genauso aktuell wie in den 50er-Jahren. Damals seien Vertriebene aus Russland und Rumänien nach Deutschland gekommen, heute seien es Flüchtlinge aus anderen Teilen dieser Welt.

Von Hauke Rudolph

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