Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 10 ° heiter

Navigation:
SPD-Appell an Fritz Güntzler

CDU-Abgeordneter soll eigenen Partei-Mann zurückpfeifen SPD-Appell an Fritz Güntzler

Mit einem Appell, seine Parteifreunde in Hannover zu stoppen, hat sich der Stadtverband der SPD an den Göttinger CDU-Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler gewandt. Die SPD nimmt Bezug auf eine Äußerung des Parlamentarischen Geschäftsführers der CDU-Landtagsfraktion, Jens Nacke.

Voriger Artikel
Vollsperrung auf der A7
Nächster Artikel
Göttingen sucht Repräsentantin

Soll die eigenen Leute zurückpfeifen: Fritz Güntzler

Quelle: Archiv

Er hatte Göttingen als „Hochburg des Linksextremismus“ bezeichnet. Nacke hatte sich vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen zwischen der NPD und dem sogenannten "Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen" sowie Autonomen und linken Gruppen in Göttingen geäußert. Damit aber dramatisiere er „völlig unerlaubt“ die Göttinger Situation und füge dem Image der Stadt schweren Schaden zu, heißt es in dem SPD-Appell. Die Situation müsse bewältigt werden, dafür sei „besonnenes Handeln“ notwendig. Dies leiste die Göttinger Zivilgesellschaft und eine „klug geführte“ Polizei. Es führt nicht zur Entspannung, wenn Göttingen als Hochburg des Linksextremismus dargestellt werde, heißt es in der Mitteilung des Stadtverbandsvorsitzenden Christoph Lehmann.

Güntzler äußerte sich dem Tageblatt gegenüber irritiert über den Appell, „ohne mich vorher einmal direkt angesprochen zu haben“. Davon abgesehen müsse er Lehmann „in vielen Punkten recht geben“, erklärte Güntzler am Donnerstag in einem Antwortschreiben an die SPD: „Unser Hauptaugenmerk sollte sich im Moment auf die Aktivitäten der rechten Szene richten, die die demokratischen Grundprinzipien immer wieder in Frage stellen und mit ihrer Anwesenheit die Göttinger in ihrer Gesamtheit provozieren.“ Niemand wolle derartiges Gedankengut in der Stadt, dafür unterstütze er alle Formen des gewaltfreien Widerstandes - „gewaltbereite Extremisten allerdings lehne ich ab“. Darum verurteile er auch das Handeln Einzelner der linken Szene. Die Situation sei schwierig, aber „Göttingen darf keine Hochburg für Extremisten sein“, so Güntzler. us/mib

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Dachstuhlbrand in der Göttinger Innenstadt