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Platz für Kunst und Kultur

"Kulturcampus" am Hagenweg Platz für Kunst und Kultur

Ein Kulturcampus am Hagenweg schwebt der Göttinger SPD vor und sie bittet Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD), mit dem Bund die Bereitstellung von Immobilien am Hagenweg für Kunst und kulturelle Zwecke zu verhandeln. Köhler stimmt dieser Idee zu.

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Quelle: Meder

Göttingen. "Der bezahlbare Raum für junge und innovative Künstler und Kulturschaffende ist in Göttingen leider sehr begrenzt", sagen die beiden Ideengeber Lisa Wätjen und Kris Runge. So fänden sich mit dem Haus der Kulturen und der dem Kulturzentrum Musa bereits zwei für die Kulturszene wichtige Institutionen auf dem Gelände am Hagenweg. „Wir wollen die Soziokultur stärken. Die SPD wünscht sich einen gezielten Ausbau des Geländes zu einem inspirierenden Kulturcampus", schlagen Wätjen und Runge vor.

Platz für zusätzliche Ateliers, Proberäume und Freiräume

Seit Jahren würden Gebäude der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben leer stehen, kritisieren die beiden SPD-Mitglieder. Platz für zusätzliche Ateliers, Proberäume und Freiräume für die kulturelle Nutzung. Durch ihren Kontakt in die Göttinger Kulturszene - Runge organisiert die Konzertreihe Full Metal Mensa, Wätjen spielt in der Band Paddy's Funeral - wissen beide um die Raumnot unter Göttinger Kulturschaffenden.

Prinzipiell trifft die Idee von Wätjen und Runge bei Köhler auf Zustimmung. "Weil sie seinen Vorstellungen von einer Weiterentwicklung des Musa-Umfelds zu einem kulturellen Weststadtzentrum voll entspricht", sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.  Unsicher sei jedoch, "ob und wie das in den nächsten Jahren finanzierbar sein könnte". Das betreffe aus Köhlers Sicht sowohl Investitionen wie laufende Betriebskosten.  So stünden in den nächsten Jahren beim JT-Gebäude, beim Deutschen Theater, beim Städtischen Museum und bei der Stadthalle erhebliche Investitionen an.

Künstler in Planungen mit einbeziehen

Runge meint, dass ein Kulturcampus "ohne großen Kostenaufwand" erreicht werden könne. Würden interessierte Künstler und Kulturschaffende in Planung und Umsetzung einbezogen werden, sei nicht nur sichergestellt, dass die neuen Räume den Ansprüchen gemäß und nicht am Bedarf vorbei gestaltet würden. Wie später die Vermietung geregelt wird, ob etwa über die Musa oder die Stadtverwaltung, müsse dann diskutiert werden, wenn das Projekt in die konkrete Planung geht, sagt Runge.

Inzwischen steht Köhler in ersten Gesprächen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über den Kauf von einigen der größeren Garagen am Hagenweg. "Das sind noch keine Verhandlungen, aber erste Kontakte. Mal sehen was daraus wird", sagt Johannson. Vor fünf Jahren hatte die Stadt bereits für 400000 Euro für das rund 15000 Quadratmeter große Gelände der Musa mit den Gebäuden Hagenweg 2 und 2a von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gekauft.

Schluss mit schlechten Schlagzeilen

Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Christoph Lehmann glaubt, dass ein solcher Kulturcampus die Attraktivität der Stadt erhöhe, Kräfte bündele und Kreativität fördere. Veranstaltungen wie Ausstellungen oder Open-Air-Konzerte, die nahe der Innenstadt ohne Belästigung für die Bevölkerung möglich wären, gäben dem touristische Profil der Stadt eine neue Facette. „Schlussendlich wird ein Teil der Stadt aufgewertet, der in letzter Zeit mit Überschriften wie ,Dieses Haus macht krank' oder ,Ghettos in Göttingen' in die Schlagzeilen geraten ist", sagte Lehmann.

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