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SPD-Ortsverein Göttingen-Ost kritisiert Leerstand von Ostviertel-Villa

„Tollpatschiger Verkauf“ SPD-Ortsverein Göttingen-Ost kritisiert Leerstand von Ostviertel-Villa

Als „Problemfall“ hat der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Göttingen-Ost, Klaus Wettig, den Leerstand des ehemaligen Pädagogischen Seminars in der Baurat-Gerber-Straße 4-6 bezeichnet. Ein „tolpatschiger Verkauf“ des Landesliegenschaftsfonds an einen „unerfahrenen Investor“ habe dazu geführt, sagte Wettig.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Die „oberflächliche Verfahrensweise“, an einen Investor zu verkaufen, der keine klare Vorstellung von der Nutzung hat und vermutlich die Immobilie noch Jahre liegen lassen wird“, lasse sich nicht anders bezeichnen.

Zu der Ostviertel-Villa, die der Göttinger Unternehmer Michael Krocker im Januar 2014 vom Land für 2,3 Millionen Euro gekauft hatte, gehört eine 3300 Quadratmeter großes Grundstück. Die Villa und deren Nebengebäude haben zusammen fast 1400 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche. Die Uni war mit dem Seminar bereits 2013 ausgezogen seitdem steht das denkmalgeschützte Haus leer. Ideen für eine Nachnutzung hat Krocker nach eigenen Angaben nicht.

Für Wettig handelt es sich bei dem Haus um eine „attraktive Immobilie, die zu Recht unter Denkmalschutz“ stehe. „Die Größe des Grundstücks erlaubt außerdem Erweiterungen, die im Interesse der Stadtentwicklung liegen, die wegen der Nähe zur Innenstadt Verdichtung wünscht“, sagte Wettig.

Für Übergangsnutzungen sieht er das Haupthaus als nicht geeignet, da sich dort wertvoller Holzausbau befinde. Er sieht nun die Stadtverwaltung gefordert, „mit dem Investor nach einer Lösung zu suchen“. Notfalls durch Übernahme der Immobilie durch die Städtische Wohnungsbaugesellschaft, schlug Wettig vor. „Eine jahrelange Hängepartie wie beim Hainholzhof am Kehr sollte nicht entstehen.“ Dort steht seit Jahren das denkmalgeschützte, ehemalige Gasthaus leer.

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