Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Leo Bartsch gibt Konzert im Eichsfeld

„Coming Home for Christmas“ Leo Bartsch gibt Konzert im Eichsfeld

Leo Bartsch, bekannt durch die Popstars-Band „Queensberry“, „is Coming Home for Christmas“ und gibt ein weihnachtliches unplugged Konzert in ihrer Heimat, dem Eichsfeld. Mit dem Tageblatt sprach sie über Werte, Weihnachten und die RTL-Kuppelshow „Adam sucht Eva“.

Voriger Artikel
Abfallkalender 2017 wird verteilt
Nächster Artikel
Geschwisterbonus an Gesamtschulen bleibt

Leonore Bartsch

Quelle: Theresa Hauff

Sie geben jetzt ein Weihnachtskonzert am Seeburger See. Ist es das erste Mal, dass Sie im Eichsfeld auftreten?
Das Eichsfeld ist ja meine Heimat und daher liegen dort sozusagen auch meine musikalischen Wurzeln, die Treppe in meinem Elternhaus war meine erste Bühne, und ich hatte während meiner Schulzeit am Eichsfeld Gymnasium in Duderstadt und später am Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen die Möglichkeit, bei Schulkonzerten aufzutreten und im Chor zu singen. Dass ich musikalisch so gefördert wurde, hat mir viel Selbstbewusstsein gegeben. Nach meiner Teilnahme bei „Popstars“ wurde es vor allem durch Hans Georg Näder (Otto Bock) ermöglicht, dass ich bereits zweimal in Duderstadt auf der Bühne stehen durfte: einmal alleine und einmal mit meiner Band „Queensberry“. Beides sind unvergessliche Auftritte für mich.
Sie leben seit mehreren Jahren in Berlin. Was vermissen Sie dort aus Ihrer alten Heimat?
Ich fühle mich in Großstädten und speziell in meiner Wahlheimat Berlin sehr wohl. Ich mag dieses Lebendige, Pulsierende, das kulturelle Angebot und, dass gefühlt alles möglich ist und jeder sein darf, wie er möchte. Allerdings sage ich immer, „im Herzen bleibe ich ein Dorfmädchen“ und das ist auch so. Ich vermisse in der Großstadt vor allem die Natur, ganz besonders den Seeburger See, die Ruhe, dass man die Vögel morgen zwitschern hört und nachts die Sterne sehen kann. Außerdem fehlt mir manchmal das Miteinander, das ich aus meiner Heimat kenne, dass man sich auf der Straße grüßt und sich auf die Nachbarn verlassen kann. Hier ist schon alles sehr anonym. Ich bin dankbar, dass ich auf dem Dorf aufwachsen durfte und diese Werte noch heute in mir trage.

Was gibt es bei Ihrem Konzert zu hören?
Bei dem Konzert spielen wir bekannte englische Weihnachtshits im akustischen Gewand und auch selbstgeschriebene deutsche Lieder. Im Sommer war ich mit meinem VW-Bus an der Atlantikküste unterwegs und habe dort viel Inspiration gefunden und am laufenden Band komponiert. Zum ersten Mal kann ich nun diese Songs live, begleitet von meinem Gitarristen und Songwriting-Partner Bernhard Selbach, präsentieren und freue mich sehr.

Tickets

Karten für das Konzert von Leo Bartsch gibt es hier.

Wie feiern Sie dieses Jahr Weihnachten?
Ich feiere Weihnachten wie jedes Jahr traditionell mit der Familie in Bernshausen. Am 23. trifft man mich auf dem Weihnachtsmarkt, wo ich mich mit alten Freunden treffe, was dann dazu führt, dass ich am 24. den Tag im Pyjama verbringe und Geschenke einpacke, bevor es in die Kirche geht und der Heiligabend richtig beginnt. Bei uns werden noch wie früher Weihnachtslieder gesungen und es gibt natürlich ein leckeres Fest-Essen, das meine Mama kocht.

Ein kurzer Rückblick auf die Fernsehsendung „Adam sucht Eva“: Wie war das, plötzlich mit fremden Menschen zu leben, nackt zu sein und dabei rund um die Uhr gefilmt zu werden?
Für mich war das wirklich eine sehr positive und befreiende Erfahrung. Mir hat das ursprüngliche Leben auf der Insel gefallen, draußen zu schlafen und auf dem Feuer zu kochen. Auch dass durch die Nacktheit alles Oberflächliche weggefallen ist, fand ich gut. Ohne Kameras hätte ich es sicher auch noch länger aushalten können, immer gefilmt zu werden war auf Dauer schon etwas anstrengend.
Wie haben Freunde und Familie auf diesen Fernsehauftritt reagiert?
Ich muss sagen insgesamt habe ich viele tolle, bestärkende Rückmeldungen bekommen. Natürlich gab es auch kritische Stimmen, aber wer mich gut kennt weiß, dass es für mich die richtige Entscheidung war und mein engstes Umfeld hat mich in dieser Zeit sehr unterstützt. Aber auch von Fernsehzuschauern, die ich nicht persönlich kenne, bekam ich viel Zuspruch, sei es über die sozialen Netzwerke, meinen Blog nakedandalive.com oder auf der Straße, offensichtlich konnte ich mit meinem Auftreten in der Sendung auch einigen Leuten Mut machen und das macht mich sehr froh. Ich bereue absolut nichts.

Verglichen mit Ihrem musikalischen Start bei „Queensberry“ ist das ja schon eine neue Seite von Ihnen. Wie kommt es zu diesem Imagewandel?
Ich persönlich würde es eigentlich nicht als Imagewandel bezeichnen, sondern eher als naturgewachsene Entwicklung. Als ich bei „Queensberry“ anfing, war ich gerade 20 geworden und es fühlte sich zu dem Zeitpunkt absolut richtig an, ich konnte hinter der Band und der Musik stehen. Das hat sich, gerade zum Ende hin, geändert und das war auch der Punkt, an dem ich ausgestiegen bin. Aufgrund meines Studiums und der Zeit, die ich nun habe zu reisen und die Welt zu erkunden, hat sich mein Fokus geändert, meine Prioritäten und auch meine Perspektive auf die Musik und das Song-Schreiben. Im Moment habe ich das Gefühl, endlich meine Stimme gefunden zu haben und über etwas singen zu können, was echt ist. Das ist toll. Hinzu kommt, dass ich nun Gitarre spiele und das musikalisch ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

Interview: Katrin Westphal

Voriger Artikel
Nächster Artikel