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Salzeinleitung in Werra und Weser geht weiter

Kritik an Vier-Phasen-Plan Salzeinleitung in Werra und Weser geht weiter

Nach der Absage an eine Nordsee-Pipeline soll der Kasseler Kali-Hersteller K+S bis 2075 die umstrittene Salzeinleitung in Werra und Weser schrittweise abbauen. Gegen den von Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) und K+S-Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner am Montag vorgestellten Vier-Phasen-Plan gibt es massiven Protest auch aus Südniedersachsen.

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Salzeinleitung in die Werra.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Wiesbaden. Die Ministerin betonte, es sei schneller als bis zum Jahr 2075 nicht möglich, Süßwasser-Qualität in der Werra zu erreichen. Selbst wenn die Kali-Produktion sofort eingestellt würde, bliebe der Salzgehalt Jahrzehntelang noch hoch wegen der vorhandenen Altlasten. Hinz stellte K+S in Aussicht, die Erlaubnis zur Versenkung von salzhaltigem Wasser im Erdreich von 2015 bis zum Jahr 2021 zu verlängern.

Den Angaben zufolge wird das K+S-Werk Werra seine Produktion im Jahr 2060 einstellen, da dann die Lagerstätten erschöpft sind. K+S will eine „Ergänzungsleitung“ an die Oberweser bauen, die Ende 2021 in Betrieb gehen soll und als Ergänzung der lokalen Einleitung in die Werra bis zum Ende der Produktionszeit einen Teil der Salzabwässer des Werkes Werra transportieren wird.

Die Abraumhalden des Salzabbaus sollen gegen Auswaschung geschützt werden.

Die Grünen in Münden kritisierten den Plan als „Freibrief“ für ein „weiter so wie bisher“. Völlig außer Acht gelassen würden die riesigen Salzberge, 200 Meter hoch und bis zu 1000 Meter lang. Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin (Grüne) beklagte einen „Vier-Phrasen-Plan für ein Halleluja“ und einen „Kniefall vor K+S“.

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Schrittweiser Abbau bis 2075

Die umstrittene und von Umweltschützern kritisierte Einleitung von Salzabwässern in Werra und Weser will der Kali-Hersteller K+S in den nächsten 60 Jahren schrittweise abbauen. Eine Pipeline zur Nordsee gilt als nicht realisierbar.

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