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Sanieren statt erweitern

Kosten für Kitas Sanieren statt erweitern

Rund 350 000 Euro muss die Gemeinde Friedland in diesem Jahr in die Sanierung des Daches des Kindergartens Groß Schneen stecken. Zuviel oder zu wenig? Darüber diskutierte der Sozialausschuss.

Während Christian Baur (Grüne) anregte, noch einmal zu prüfen, ob die Dachsanierung billiger zu haben wäre, wünschte sich Kindergartenleiterin Heike Hildmann, die nötige Sanierung zu nutzen, einen weiteren Raum zu bauen und das Haus aufzustocken.

Dem begegnete Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) mit der Befürchtung noch höherer Kosten. Ohnehin biete die Einrichtung unter den mehrgruppigen Kitas pro Kind schon den meisten Raum. Drei Gruppen teilen sich vier Räume, Büro und Multifunktionsraum.

Für die Haushaltsplanberatung – die Kita-Sanierung ist der dickste Posten der Ausgabenliste – hat Friedrichs ohnehin einen Kostenvergleich der Tagesstätten vorbereitet. In den vier evangelischen Einrichtungen trägt die Gemeinde jetzt schon 56,6 Prozent der Kosten (549 240 Euro/Jahr). Elternentgelte decken nur 18,7 Prozent. Der Träger selbst, der Kirchenkreis, ist mit 6,4 Prozent an den Kosten von 971 090 Euro beteiligt. Zieht man den Personalkostenzuschuss der Gemeinde an den Trägerverband (47 280 Euro) noch ab, trägt der Kirchenkreis gerade einmal 1,5 Prozent der Kosten. Beim katholischen Kindergarten in Friedland ist die Kirche mit immerhin 7,1 Prozent, die Gemeinde mit 48,8 Prozent der Kosten (313 450 Euro) beteiligt. Im gemeindeeigenen Kindergarten Niedernjesa ist der Anteil der Elternentgelte mit 19 Prozent am höchsten.

Von Jürgen Gückel

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