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Sanierung am Leineberg, Neubau am Windausweg

Millionen-Investionen Sanierung am Leineberg, Neubau am Windausweg

Gleich zwei Mammutvorhaben startet die Städtische Wohnungbau Göttingen 2009: Im April beginnt die Sanierung des Wohnungsbestandes auf dem Leineberg. Im Herbst sollen am Windausweg die ersten Häuser gebaut werden. 

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Neue Siedlung Windausweg: Die Städtische Wohnungsbau plant mehrgeschossige Häuser auf dem Areal der ehemaligen Rechtsmedizin.

Quelle: Städtische Wohnungsbau

Für die Bebauung des Grundstücks der ehemaligen Rechtsmedizin haben sich die Städtische Wohnungsbau, die Volksheimstätte und die Wohnungsgenossenschaft zusammengetan. Auf rund 27000 Quadratmetern entsteht ein neues Quartier. Allein die Wohnungsbau plant am Windausweg bis zu 75 Wohnungen sowie Raum für Gewerbe. Mit bislang kalkulierten zehn Euro je Quadratmeter Wohnungsmiete (warm) bewegt sich die Gesellschaft diesmal im gehobenen Preissegment, „dafür gibt es eine große Nachfrage“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende und Göttinger Oberbürgermeister Wolfgang Meyer.   

Insgesamt entstünden in vier- bis fünfgeschossiger Bauweise bis zu 220 Wohnungen, berichtet Rolf-Georg Köhler, Geschäftsführer der Wohnungsbau. Allein die städtische GmbH will bis 2010 6500 Quadratmeter Wohnfläche in Einheiten von 42 bis knapp 168 Quadratmetern schaffen. Das Energiekonzept der Anlage sei auf Sparen ausgerichtet sowohl beim Heizen als auch beim Kohlendioxidausstoß. Vorgesehen sind unter anderem Erdwärmenutzung und der Einsatz gasbetriebener Wärmepumpen. Rund 15 Millionen Euro investiert die Gesellschaft am Windausweg.

Aufwendige Sanierung

Nicht ganz so kostenintensiv aber aufwendig ist die „Sanierungsplanung am Leineberg“. Dort bewirtschaftet die Wohnungsbau teils in Gebäuden aus den 60-er Jahren 723 Wohnungen. 584 davon sollen sollen in den nächsten Jahren saniert werden. Von April bis Dezember wird an der Weserstraße (29 bis 31, 33 bis 39), An der Thomaskirche (5 bis 10) und am Ilmeweg (13 bis 17) mit insgesamt 87 Wohnungen begonnen. Rund sechs Millionen Euro sind dafür vorgesehen. Geplant sind unter anderem Zentralheizung, neue Fenster (Wärmedämmverglasung), Verglasung alter sowie der Anbau neuer Balkone, Wärmedämmung von Fassaden und Dächern, kontrollierte Raumlüftung, Modernisierung von Bädern. Etwa eine Woche lang seien 12 bis 14 Handwerker in den Wohnungen beschäftigt, „das ist leider fast wie ein Überfall“, so Köhler. 

Wem dies Probleme bereite, etwa bei Schichtarbeit, der könne vorübergehend umquartiert werden. Im Anschluss an die Sanierung sei vorgesehen, die Mieten von vier auf fünf Euro je Quadratmeter anzuheben, „dafür soll aber auch die Hälfte des bisherigen Energieverbrauchs eingespart werden“. Mieterversammlungen seien geplant. 

                                                                                                        Von Katharina Klocke

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