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Sanierung der Johanniskirche in Göttingen

2,5 Millionen Euro Sanierung der Johanniskirche in Göttingen

Bis unter die Decke reichte das mächtige Gerüst im Innern der Johanniskirche. Doch nun wird es abgebaut, denn die Sanierungsarbeiten in der evangelischen Innenstadtkirche schreiten voran. In sechs Wochen, so Pastor Gerhard Schridde, soll am ersten Advent der neu gestaltete Altarraum eingeweiht werden. Am Sonntag, 30. November, sei um 10 Uhr ein Festgottesdienst mit Superintendent Friedrich Selter geplant.

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Faszinierende Einblicke dank Gerüst: Malerarbeiten im Gewölbe des Altarraums von St. Johannis.

Quelle: Heller

Göttingen. Dann wird der Altarraum sein neues Aussehen haben, neue Farbgebung inklusive. Mit Weiß als Grundfarbe und rot abgesetzten Elementen wie den Gewölberippen werde der Altarraum „sehr viel heller, lichter, weiter“ wirken, so Schridde.

Doch auch Heizung und Elektrik werden im Zuge der Sanierung erneuert. Die Ausstattung des Altarraums wird jedoch zunächst noch provisorisch sein. Denn der Künstlerwettbewerb für Altar, Kanzel, Lesepult und möglicherweise auch einen Taufstein laufe jetzt erst an, so Schridde.

Mit der Innensanierung geht die Johannisgemeinde ein weiteres Mammutprojekt an, nachdem 2005 die Sanierung der beiden Kirchtürme abgeschlossen wurde. Zuvor war der fast fertig sanierte Nordturm in Brand gesteckt worden und musste wieder aufgebaut werden.

Die Sanierung ist jedoch kein reiner Selbstzweck

Für die Innensanierung der gotischen Hallenkirche sind  Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Mit der Renovierung des Altarraums ist der erste von drei Bauabschnitten abgeschlossen. 2016 soll dann das Kirchenschiff saniert werden. Auch hier sollen Heizung und Elektrik erneuert und ein neuer Anstrich vorgenommen werden.

Außerdem ist vorgesehen, die Kirchenbänke durch Stühle und den Parkett- durch einen Sandsteinboden zu ersetzen.Unter der Orgelempore am Westeingang sollen außerdem eine Küche, Toiletten, ein Küster- und ein Lagerraum entstehen.

Die Sanierung ist jedoch kein reiner Selbstzweck, um die Kirche schöner zu machen, wie Schridde betont. Die Umbauten folgen auch dem Ziel, St. Johannis als Bürgerkirche stärker in die Stadt hinein zu öffnen. Auch Firmen oder andere Institutionen sollen die Kirche für Veranstaltungen nutzen können, so sieht es das Konzept vor. Durch den Umbau sollen auch die Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltung erweitert werden.

Spenden sollen gesammelt werden

Dieses Ziel soll schon 2015 mit einem besonderen Kulturprogramm demonstriert werden. Darüber hinaus soll St. Johannis im Trubel der Stadt einen Raum bieten für Stille, geistliche Einkehr, Gebet oder Meditation – auch für bislang kirchenferne Menschen.

Der Öffnung von St. Johannis soll auch der dritte Bauabschnitt dienen. Am Südeingang gegenüber von Karstadt soll ein Außenanbau entstehen. Laut Schridde ist eine Foyer geplant, das einen niedrigschwelligen Zugang zur Kirche ermöglichen soll.

Das Geld für die Innenrenovierung müsse die Gemeinde weitgehend selbst aufbringen, sagt Schridde. Durch den Verkauf von zwei Immobilien sei aber ein Grundstock in Höhe von knapp einer Million Euro gelegt. Außerdem sollen weiter Spenden gesammelt werden.

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