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Sanierung eines Wahrzeichens

Jacobikirchturm Sanierung eines Wahrzeichens

Ein Wahrzeichen der Stadt Göttingen wird saniert: der Turm der evangelisch-lutherischen Innenstadtkirche St. Jacobi. Die Arbeiten sollen bis 2014 dauern und etwa 6,4 Millionen Euro kosten.

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Der höchste Turm der Innenstadt: St. Jacobi bei Nacht.

Quelle: CM

Die ersten Gerüste und Absperrungen an der Jacobikirche sind errichtet worden. Doch dies ist nur der Auftakt für ein Mammutwerk. In den kommenden Monat soll das Gerüst auf die gesamte Höhe des Turmes anwachsen. Dieser ist mit 72 Metern das höchste Bauwerk in der Innenstadt.

Die Sanierung soll in vier Bauabschnitten von oben nach unten erfolgen. Möglichst noch in diesem Jahr soll die Sanierung des Turmhelmes und des darunterliegende Fachwerk-Abschnittes erfolgen. Dann wird sich ein ungewohnter Anblick bieten: Der Turmhelm wird nämlich wieder kupferfarben sein. Erst im Laufe des Jahres wird wieder eine grünliche Patina darauf entstehen, wie sie jetzt zu sehen ist. 

Die Kosten für den ersten Bauabschnitt betragen 765000 Euro. 700000 Euro steuert die hannoversche Landeskirche bei, 50000 Euro der Kirchenkreis Göttingen. 15000 Euro muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen. 

3000 Fotos von Schäden

Die bisher letzte Renovierung des 1427 bis 1433 aus Sandstein errichteten gotischen Kirchturmes erfolgte vor rund 70 Jahren. Seitdem sind durch Verwitterung zahlreiche Schäden an der Fassade entstanden. Zierelemente sind beschädigt. Gesteins- und Mörtelbrocken drohen herunterzufallen. Schon seit 2005 wurde der Kirchturm als vorbereitende Maßnahme durch Steinmetzen untersucht. Mit mehr als 3000 Fotos wurden die Schäden am Kirchturm dokumentiert. In Sicherungsmaßnahmen, Voruntersuchungen und Dokumentationen sind bereits mehr als 130000 Euro investiert worden. Auch hierbei unterstützten Landeskirche und Kirchenkreis die Gemeinde finanziell.

Die Baustelle werde das Stadtbild prägen und auch Einschränkungen für das Umfeld bedeuten, so Pastor Harald Storz. Man wolle aber während der Bauarbeiten soviel Transparenz wie möglich gewährleisten. 

Von Jörn Barke

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