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Sanierungsbedarf aber kaum Leerstand

Modernisierungsprogramm für die nördliche Altstadt Sanierungsbedarf aber kaum Leerstand

Seit dem Jahr 2009 ist ein Teil der nördlichen Altstadt im Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ verankert. Dieses Gebiet soll nun vergrößert werden. Darüber hat die Stadtverwaltung Bürger, darunter viel Immobilienbesitzer des Quartiers, informiert.

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Altstadt Göttingen: Zwischen Wall im Norden und Theaterstraße im Süden soll das Sanierungsgebiet vergrößert werden.

Quelle: Meder

Göttingen. Bislang, so erklärte es Stadtbaurat Thomas Dienberg (parteilos) den etwa 50 Bürgern im Ratssaal, seinen die Fördergelder überwiegend in die Sanierung des Städtischen Museum geflossen, aber auch der Kleine Ratskeller an der Jüdenstraße und einige andere Immobilien hätten bereits von dem Programm profitiert. Nun soll das Sanierungebiet bis zum Waageplatz im Westen und den Wall am Heinz-Erhardt-Platz im Norden ausgedehnt werden.

Karte unter:

goettingen.de/historische-altstadt-nord

Das Planungsbüro Complan hat bereits mit den nötigen Untersuchungen begonnen – beispielsweise mit einer Bestandsaufnahme. Darin wurden unter anderem ein „hoher Altbaubestand“ und ein „hoher Sanierungsbedarf“ für einige Gebäude ermittelt. Darunter finden sich das Gothaer Haus, die Stockleffmühle, das Städtische Museum, die alte Justizvollzugsanstalt  und neuen kleinere Häuser.
„Ziele des Programms sind die Erhaltung und Modernisierung der denkmalgeschützten Gebäude“, so der Baudezernent.

Davon gibt es im Gebiet 20 - und 55 historische Keller. Die Planer stellten außerdem vor, dass es im gesamten Untersuchungsgebiet nur zwei Leerstände gibt – ein Privathaus und die Stockleffmühle. Die Eigentümer der Immobilien im Untersuchungsgebiet sind laut Planerin Kathleen Bierbaß bereits Fragebögen zu ihren Häusern zugestellt worden. „Die Voruntersuchung soll im April abgeschlossen werden“, sagte sie.

Ein Bürger kritisierte, dass man doch alle Nutzer, und nicht nur Eigentümer und Mieter befragen müsse, um Mängel im Quartier zu beheben. Gerade die Wegeverbindungen, beispielsweise zur Universität, seien verbesserungswürdig. Bierbaß erklärte, das man auch Interviews mit Passanten führe.

„Funktionale Mängel“ kritisierte auch ein Mieter vom Waageplatz, der seiner Meinung nach ja nicht gerade verlockend wirke. „Was wird dort geplant?“, wollte er wissen. „Es gibt Handlungsbedarf am Waageplatz“, so Dienberg. Für die Benennung konkreter Maßnahen sei es aber noch zu früh. Jetzt müsse man mit der Untersuchung zunächst die Grundlagen legen, um in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.

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