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Sanierungsfall Holbornsches Haus

Baukosten von 700.000 Euro Sanierungsfall Holbornsches Haus

Das Holbornsche Haus in der Roten Straße muss saniert werden. Die Sanierungskosten belaufen sich auf rund 700 000 Euro. Ab dem 1. März steht das denkmalgeschützte Fachwerkhaus mindestens ein Jahr für Veranstaltungen nicht zur Verfügung.

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Das Holborntsche Haus (rechts).

Quelle: EF

Göttingen. Nach Angaben der Stadtverwaltung müssen die Straßenseite der Fachwerkfassade, die verputzte Bruchsteinfassade und das Mauerwerk des Bruchsteinsockelmauerwerks saniert werden. Dazu gehörten unter anderem der Austausch schadhafter Hölzer und Ausfachungen, die Erneuerung des Putzes, die Reduzierung von Feuchtigkeitsbelastungen im Sockelbereich und der Fassadenanstrich. Das Haus gehört in den Besitz der Göttinger Milde Stiftung. Die Stiftung trägt als Bauherr die Kosten.

Die Schäden waren bereits 2012 entdeckt worden. Nach einem Schadensgutachten sei mit „einem erheblichen Sanierungsbedarf und einem hohen Einsatz von Finanzmitteln der Stiftung“ zu rechnen gewesen, sagt Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Die Entscheidung zur Sanierung sei aber nach Abwägung erst 2015 gefallen als klar war, dass die Stiftung die Sanierung auch finanzieren konnte. „Sofort handeln zu müssen, war nach dem ermittelten Schadensumfang nicht nötig.“

Ein Gutachten ermittelte 2012 einen Wert von Grundstück und Gebäude von 940 000 Euro. Bei der Sanierung des Hauses in den 90er Jahren seien aus heutiger Sicht „bereits vorhandene Schädigungen insbesondere im Fachwerkbereich nicht so konsequent behoben wie es heute üblich ist“, sagte Johannson. Gleichwohl seien diese Sanierungen „nach dem damaligen Stand der Technik und den entsprechenden Anforderungen der Denkmalpflege“ erfolgt. „Um möglichst viel historische Bausubstanz zu erhalten, wurden daher auch schadhafte Bauteile zum Teil verbaut. Diese und daraus weiter entstandene Schäden werden jetzt saniert.“

mib

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