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Sanierungsmaßnahmen am Alten Rathaus

Möglichst geringe Belastungen für die Gastronomie Sanierungsmaßnahmen am Alten Rathaus

Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Alten Rathaus in Göttingen haben Anfang Juli begonnen. Der Baugerüstaufbau zeigt: Die Arbeiten betreffen zunächst den nördlichen Bereich des Baudenkmals.

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Der nördliche Teil des Alten Rathauses ist bereits eingerüstet

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Die Sanierungs- und Erneuerungsarbeiten betreffen vor allen Dingen das Dach und den Zinnenkranz des Rathauses. „Es ist natürlich von der Witterung abhängig, aber geplant ist, dass wir bis Ende Dezember fertig werden“, sagt Ruth Leinemann, Architektin von der Stadt Göttingen. „Ursprünglich wollten wir noch vor dem Weihnachtsmarkt fertig werden. Mit dem Aufbau des Baugerüsts haben wir nach dem Göttinger Erlebnis Turnfest angefangen.“ Die Arbeiten umfassen die Sanierung und Restaurierung des Zinnenkranzes, die Erneuerung und Abdichtung der Dachentwässerung, Sanierungsmaßnahmen im Bereich des Dachstuhls, die Neueindeckung des Daches und zuletzt die Dämmung der obersten Geschossdecke.

„Nach der Schadenskartierung haben wir die Baustelleneinrichtung gemacht. Morgen beginnen wir mit Sandstrahlarbeiten am Zinnenkranz zum Reinigen der Naturfassade. Dann folgt eine Überprüfung und dann die Sanierung des Zinnenkranzes“, erklärt die Projektleiterin Leinemann am Dienstag.

Laut Bauleiter Markus Bockholt seien die Arbeiten in drei große Bereiche eingeteilt: Steinrestaurationsarbeiten, Dachdecker- und Klempnerarbeiten und Zimmererarbeiten. Es seien absolut notwendige Erhaltungsmaßnahmen an einem historischen Gebäude, um die Bausubstanz wiederherzustellen, so Bockholt. „Außerdem geschehen die Baumaßnahmen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Die Kosten belaufen sich auf etwa eine Million Euro.“

Doch nicht nur der nördliche Teil des Gebäudes soll saniert werden, berichtet der Bauleiter. „Im ersten Bauabschnitt, der jetzt stattfindet, werden zwei Drittel des Alten Rathauses behandelt. Die Arbeiten im letzten Drittel des Gebäudes erfolgen im nächsten Bauabschnitt im nächsten Jahr.“

Der Architekt bezeichnet das Alte Rathaus als „anspruchsvolle Baustelle“. „Man muss bedenken, dass der Betrieb im Rathaus und der Gaststätte trotz der vielen Arbeiten weiter läuft. Wir geben uns die größte Mühe, die Belastung für diesen Betrieb möglichst gering zu halten.“

Das Alte Rathaus in Göttingen

Das Alte Rathaus wurde um 1270 gebaut. Im Lauf der Zeit wurde es mehrfach erweitert. Das Gebäude erfüllte häufig gleichzeitig mehrere Funktionen: Es diente Ratsherren und der Kaufmannsgilde als Versammlungsort, wurde aber auch unter anderem als Tanzsaal, Gefängnis, Lagerraum und Archiv genutzt. Bis 1978 war es Sitz der Göttinger Verwaltung. Wandmalereien aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert sind in der Rathaushalle zu finden.

Von Alisa Altrock

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