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„Bilden, gründen, wohnen“

Göttinger Nordstadt im Blick der Stadtplaner „Bilden, gründen, wohnen“

Nach 120 Jahren am Standort Weender Landstraße wird Sartorius das mehr als zwei Hektar große Firmengelände bis 2018 endgültig verlassen. Der Masterplan für die künftige Entwicklung steht unter der Leitidee „Bilden, gründen, wohnen“.

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Masterplan Sartorius-Quartier: So stellt sich das Büro Holzer Kobler in einer ersten Studie das Zentrum des neuen Viertels vor.

Quelle: r

Göttingen. Unter 20 Bewerbern hat eine achtköpfige Jury mit Vertretern von Stadtverwaltung und Sartorius das Büro Holzer Kobler für die Entwicklung des Materplanes ausgewählt. Als Planungsvorgaben nannte Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius eine Mischnutzung aus Wohnen und Gewerbe, um so eine möglichst „ganztägige Belebung“ des Quartiers zu erreichen. Zudem sollen mehr frei und öffentliche Plätze entstehen und das Gelände soll sich mehr zur Annastraße öffnen. Gleichzeitig legt Kreuzburg wert darauf, dass die historischen, 120 Jahre alten Sartorius-Gebäude, die sich im Zentrum des Areals befinden, erhalten werden.

Mit diesen Vorgaben hat Planer Dennis Clayton Matthiesen gearbeitet und in dem Masterplan, den er am Donnerstag vorgestellt hat, umgesetzt. Wichtig sei ihm gewesen, dem Ort eine Identität zu geben. Wichtig sei auch, dass es nicht nur eine gemischte Nutzung aus Wohnen und Gewerbe geben soll, auch innerhalb dieser Nutzungen soll es eine „möglichst vielfältige Nutzung“ geben. So soll es Raum geben für Bildunsgeinrichtungen und Firmengründungen, die Wohnungstypen sollen von Single-Appartement bis hin zuWohnungen für junge Familien reichen. 300 Eigentums- und Mietwohnungen sollen entstehen. Zudem sind ein Hotel mit rund 140 Zimmern geplant und Gastronomie geplant. Kreuzburg schätzt die gesamte Geschossfläche auf 44 000 Quadratmeter.

Um den Straßenlärm der viel befahrenen Weender Landstraße aus dem Quartier zu halten, soll entlang der Straße ein Riegel aus zwei sechsstöckigen Gebäuden entstehen.

Kreuzburg gibt das geschätzte Investitonsvolumen mit 100 Millionen Euro an. Sartorius werde sich zwar „einbringen“, aber das Gelände nicht selbst entwickeln, so Kreuzburg. Gespräche mit möglichen Investoren gebe es bereits.

Der vorgestellte Masterplan für die zwei Hektar Sartorius-Quartier ist eingebettet in einen Rahmenplan für die Nordstadt, den die Stadt vom Büro Astoc Architecs entwickeln lässt. Dieser umfasst rund 8,5 Hektar. Stadtbaurat Thomas Dienberg räumte ein, dass die Nordstadt sehr lange nicht im Fokus der Stadtentwicklung stand.

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