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Sauberer Strom für Stadt

Energiewende Sauberer Strom für Stadt

Die Stadt Göttingen bezieht nach eigenen Angaben zur Versorgung ihrer Gebäude und anderer Einrichtungen zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. „Andere reden von der Energiewende, wir haben sie längst vollzogen“, so Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) angesichts der aktuellen energiepolitischen Diskussion und Anfragen aus der Bevölkerung.

Die Stadt verbraucht für öffentliche Einrichtungen jährlich rund 12,6 Millionen Kilowattstunden (kWh). Etwa 80 Prozent davon liefert seit 2008 das Unternehmen Lichtblick mit Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Von Lichtblick beziehen auch städtische Gesellschaften zusätzlich rund 3,75 Millionen kWh. Für die Zeit ab 2012 werden diese Stromlieferungen wieder ausgeschrieben – erneut wie 2007, so Meyer, „natürlich unter der Bedingung: kein Atomstrom“.

Für die Straßenbeleuchtung in den Ortsteilen, die rund 20 Prozent des städtischen Stromverbrauchs ausmacht, besteht laut Meyer noch ein Vertrag mit der Eon Mitte AG, die sogenannten Kommunalstrom einspeist – ebenfalls zu 100 Prozent aus regenerativen Energien. Dieser Vertrag laufe aus, eine Ausschreibung werde vorbereitet. Lediglich die Stromversorgung der Straßenbeleuchtung in der Kernstadt (rund 3,18 Millionen kWh), für die nach alten Verträgen aus den 30er Jahren ausschließlich die Eon verantwortlich sei, werde aus einer Mischung von Strom aus Atom- und Kohlekraft sowie aus Erdgas bestritten. Die Stadt sei in Sachen Energiewende seit seinem Amtsantritt 2006 ein erhebliches Stück weiter gekommen, so Meyer. Es sei gut verhandelt worden.

Das Innenministerium als Kommunalaufsicht prüft noch die Gültigkeit des Konzessionsvertrages zwischen Stadt und Eon. Die Landeskartellbehörde beim Wirtschaftsministerium sieht sie als ungültig an, da mindestens alle 20 Jahre Wegerechte ausgeschrieben werden müssten. Die Kommunalaufsicht habe vorerst erklärt, die Einschätzung des Wirtschaftsministeriums sei allgemein zu verstehen und nicht rechtsverbindlich, so die Stadtverwaltung.

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