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Schallmessungen der Universität Göttingen abgeschlossen

Keine Schäden durch Vibrationen Schallmessungen der Universität Göttingen abgeschlossen

Die Erkundung des Göttinger Untergrunds der Universität Göttingen mithilfe von Schallwellen war offenbar erfolgreich.

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Quelle: ef

Göttingen.  „Die ersten Auswertungen der nun gewonnenen Daten versprechen spannende Ergebnisse“, erklärt Dr. Bernd Leiss vom Geowissenschaftlichen Zentrum. Zudem seien durch die Messungen, die auch zweimal durchs Stadtzentrum führten, „bislang keine nennenswerten Schäden bekannt geworden“.

In den vergangenen zwei Wochen hatte ein Messtrupp mit bis zu vier speziellen Vibrationsfahrzeugen die geologischen Verhältnisse unterhalb Göttingens mit seismischen Verfahren untersucht. Die Messungen sollen der Universitätsenergie GmbH, einer Tochtergesellschaft von Universität und Universitätsmedizin, und der Geothermie-Gruppe des Geowissenschaftlichen Zentrums Grundlagen über die potenzielle Nutzung von tiefer Erdwärme in Göttingen liefern.

„Unsere Strategie, entlang von zwei rund zehn Kilometer langen seismischen Linien mit unterschiedlichen Erkundungsschwerpunkten zu messen, hat sich als zielführend herausgestellt“, betont Leiss. Die Anwohner hätten die Messungen weitgehend mit Interesse verfolgt und „die kurzzeitigen Lärmbelästigungen und Verkehrsbehinderungen erduldet, wofür wir uns herzlich bedanken“.

Die beteiligten Firmen hätten die Messungen „sehr umsichtig ausgeführt“, sagt Rainer Bolli, Leiter des Gebäudemanagements der Universität. „Auch die Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie, der Stadt und dem Landkreis Göttingen und den Stadtwerken Göttingen war sehr gut.“ Die Messergebnisse werden nun bearbeitet und in den kommenden Monaten geologisch interpretiert. Das werde sicherlich ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. „Erst dann wissen wir, ob weiter erkundet werden muss und in welcher Richtung“, sagt Leiss.    

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