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Schallmessungen in Göttingen kurz vor Abschluss

Der Lärm lässt nach Schallmessungen in Göttingen kurz vor Abschluss

Die Schallmessungen der Universität Göttingen werden noch diese Woche abgeschlossen. Das bestätigte Dr. Bernd Leiss vom geowissenschaftlichen Zentrum am Donnerstag auf Anfrage. „Spätestens am Sonnabend sind wir fertig.“

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Die Messtrupps mit den großen Vibrationsfahrzeugen durchquerten am Donnerstag die Göttinger Innenstadt. Stationen waren unter anderem die Wilhelm-Weber-Straße, der Nikolausberger Weg, der Maschmühlenweg und die Godehardstraße. „Der schwierigste Bereich, die Innenstadt, ist überwunden“, sagte Leiss. Am Freitag gehe es weiter über den Egelsberg bis zum Endpunkt südlich von Elliehausen. Für Montag seien bereits die Tieflader bestellt, mit denen die Vibrationsfahrzeuge wieder abtransportiert werden.

Die großen Lastwagen rollen seit gut einer Woche durch Göttingen. Sie erzeugen mit speziellen Vibratoren Schallwellen. Die Wellen werden an der Grenze unterschiedlicher Gesteinsschichten reflektiert und von sogenannten Geophonen aufgezeichnet. Mit den Messungen soll geklärt werden, inwieweit Erdwärme bei der Energieversorgung der Universität Göttingen und der Universitätsmedizin eine Rolle spielen kann.

Bis man das weiß, wird aber noch einige Zeit vergehen. In der nächsten Woche beginne das Team damit, die Unmengen an Daten auszuwerten, erklärt Geologe Leiss. Das sei sehr aufwändig. Dann folge die geologische Interpretation. All das werde sicherlich ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. „Erst dann wissen wir, ob weiter erkundet werden muss und in welcher Richtung“, sagt Leiss. Denn die jetzigen Arbeiten seien lediglich eine Art Vorerkundung gewesen. Im zweiten Schritt folgten genauere Messungen, dann jedoch punktuell. Die Universität geht davon aus, dass frühestens in sieben bis acht Jahren mit Erdwärmebohrungen begonnen werden könnte.

Unterdessen stattete das Göttinger Gewerbeaufsichtsamt dem Messtrupp am Donnerstag einen Besuch ab. Ein Anwohner habe sich beschwert, dass einige der Arbeiter trotz der Lautstärke der Vibrationsfahrzeuge keinen Gehörschutz getragen hätten, sagt Behördenleiterin Dagmar Schomaker. Das sei auch tatsächlich so gewesen. Die von der Uni für die Messungen beauftragte Firma habe aber zugesichert, das zu optimieren. „Wir kontrollieren das noch mal“, kündigt Schomaker an. Leiss bestätigt den Vorfall und spricht von einem „Ausrutscher“. Bei den Messungen sei immer ein Sicherheitsbeauftragter dabei, der kontrolliere, das alle Auflagen eingehalten werden.

Foto: Hinzmann

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