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Schatz der Weender Schützen: 50 Euro

Weender Schützenverein Schatz der Weender Schützen: 50 Euro

Vor einem Jahr hat er noch einmal gefeiert: Der traditionsreiche Weender Schützenverein von 1884 ermittelte sein Königshaus – das letzte seiner 127 Jahre währenden Geschichte. Am 3. September 2011 wurden Helmut und Monika Rabe als letztes Königspaar und Jana Jeschke als Schülerkönigin proklamiert.

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Letzte Könige: Helmut Rabe (v. l.), Jana Jeschke, Monika Rabe.

Quelle: EF

Weende. Inzwischen ist der Verein zahlungsunfähig, das Schützenhaus fiel in die Konkursmasse und ist in dieser Woche verkauft worden, die routinemäßigen strafrechtlichen Ermittlungen wegen des Verdachts eines Insolvenzdelikts gegen den letzten Vorstand sind eingestellt worden.

Anhaltspunkte auf eine Straftat im Zusammenhang mit der Insolvenz hat es laut Staatsanwaltschaft nicht gegeben. Und sogar die Kronjuwelen des Vereins sind von Insolvenzverwalter Peter Steuerwald inzwischen zu Geld gemacht worden: für 50 Euro.

So viel hat Hans Erdfelder, der 74 Jahre alte einstige Vorsitzende (30 Jahre lang), für alle drei Königsketten, für Vereinsfahne, Gründungurkunde und Protokollbücher geben müssen. Damit hat er aus eigener Tasche für einen möglichen Nachfolgeverein die Belege der örtlichen Schützentradition gerettet. Denn eine Neugründung wird geprüft, wenn auch nur zehn betagte Schützen daran denken und vorsorglich einen Satzungsentwurf in Auftrag gegeben haben.

Übrigens: Sollte beim Insolvenzverfahren durch den Verkauf der Immobilie etwas übrig bleiben, fiele die Summe laut Satzung an die Gemeinde Weende, heute also an den Rechtsnachfolger Stadt Göttingen – allerdings zweckgebunden zur Förderung des Schützenwesens in Weende. Vielleicht Startkapital für den neuen Verein Weender Schützen?

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