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Scheden bringt Rotmilan gegen Windpark ins Spiel

Argumente gegen Vorranggebiet Scheden bringt Rotmilan gegen Windpark ins Spiel

Auf einer Fläche von rund 45 Hektar südwestlich von Scheden sollen Windräder errichtet werden dürfen. So sieht es jedenfalls der Landkreis im Entwurf für ein Regionales Raumordnungsprogramm vor. In Scheden und im benachbarten Mielenhausen gibt es Protest gegen den Plan.

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Sollen die Flächen als Jagdgebiet nutzen. Rotmilane

Quelle: dpa

Scheden. Mehr als 100 Besucher einer Bürgerversammlung der Gemeinde Scheden brachten am Donnerstagabend in der Schulsporthalle auch überwiegend Bedenken vor. Naturschützer wiesen auf die geschützte Landschaft mit dem Schedetal hin.

Insbesondere Rotmilane würden die Flächen als Jagdgebiet nutzen. Andere brachten ungünstige Windverhältnisse in der Tallage als Argument vor. Bürger seien nicht gefragt worden, beklagte ein Mielenhäuser.

Vorgaben kämen schon von der Bundesregierung, die die Energiewende eingeläutet habe, sagte Bürgermeisterin Ingrid Rüngeling (FWG). „Wir wissen alle, dass die Energiewende kommen muss“, allerdings dürfe sie nicht zu Lasten anderer Belange und der Menschen gehen. „Willkür“ herrsche beim Landkreis sicher nicht, nahm sie die Kreisverwaltung gegen Vorwürfe in Schutz.

„Wir sind für kommunale Selbstverwaltung“

Rüngeling versicherte, dass die Gemeinde rechtzeitig bis 15. Dezember eine Stellungnahme an den Landkreis schicken werde. Dort würden die Argumente des Planungsbüros, das die Samtgemeinde berate, gegen eine Vorrangfläche vorgebracht. Nur zu sagen, man wolle das nicht, reiche nicht aus.

„Wir lassen uns nicht von Göttingen vorschreiben, wie wir unsere Politik machen“, sagte Mündens Bürgermeister Harald Wegener (Bürgerforum). „Wir sind für kommunale Selbstverwaltung.“

Nach derzeitigem Stand will der Landkreis die Fläche bei Scheden als Vorranggebiet ausweisen, die Samtgemeinde in ihrem Flächennutzungsplan hingegen nicht. Drei Gebiete halten die Planer für geeignet, 35 Hektar bei Imbsen, 28 Hektar südlich von Varlosen sowie mittlerweile 40 statt 81 Hektar zwischen Jühnde und Bördel.

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