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Schielen auf die Termintreue

Gelassenheit bei ICE-Streckensperrung Schielen auf die Termintreue

Bringt die ICE-Streckensperrung den Alltag in Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft durcheinander? Einhelliges Fazit: Nein. Aber: Große Verzögerungen im Terminplan sollte es besser nicht geben. Wissenschaft: Nein, größere Probleme durch die ICE-Streckensperrung seien der Universität nicht bekannt, meint Romas Bielke aus der Pressestelle der Universität.

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Zwar Reiseverzögerungen, aber keine gravierenden Auswirkungen der ICE-Streckensperrung.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Das sieht auch die Universitätsmedizin so.

Wirtschaft: „Wir planen einfach längere Fahrzeiten ein“, so Rüdiger Herzog von Ottobock. Geschäftsflüge werden zudem meist über Frankfurt am Main abgewickelt. Gleicher Fall bei Sartorius: „Mein Eindruck ist, dass unsere Hannover-Pendler sich darauf eingestellt haben“, sagt Sprecherin Petra Kirchhoff. „Das ist sicher für einige mit Unannehmlichkeiten verbunden, aber als Unternehmen ist es kaum spürbar.“ Meike Brönneke vom Verpackungsspezialisten Thimm in Northeim „weiß zum Beispiel von Kollegen aus Kassel, dass sie ungefähr eine Stunde mehr Fahrzeit pro Strecke haben“. Auch die Hotels Freizeit In und Freigeist stellen keine negativen Auswirkungen fest.

Veranstaltungen: Wenn am 5. Mai die Händel Festspiele in Göttingen starten, dann wird es für Tobias Wolff, den geschäftsführenden Intendanten der Festspiele, auch aus einem finanziellen Grund spannend: Zehn bis 15 Prozent der Karten würden erst während der Festspiele verkauft, viele Besucher kommen dabei aus Hannover oder Braunschweig. „Das sind etwa 40 000 Euro, das ist viel Geld. Wenn die wegbrechen, habe ich ein Problem“, sagt Wolf. Für die an- und abreisenden Künstler hingegen sei alles nach Plan verlaufen, in einigen Fällen wurde ein Shuttle-Service organisiert.

Bislang problemlos lief es für auch das Veranstaltungsmanagement der städtischen Wirtschaftsförderung GWG in der Stadthalle und der Lokhalle. „Gerade bei nationalen Firmenveranstaltungen und Messen sind wir extrem auf die ICE-Verbindungen angewiesen“, sagt Kai Ahlborn von der GWG, da die Gäste mit der Bahn anreisten. „Aber wir haben eine solche Veranstaltung nicht im Zeitraum der Sperrung, das war mehr oder weniger Glück.“ Allerdings hofft die GWG, dass die Bauarbeiten im Zeitplan abgeschlossen sein werden, denn in der Lokhalle steht Ende Mai Pop meets Classic auf dem Programm und Anfang Juni eine nationale Ordermesse in der Möbelmesse. „Das wäre ein riesiges Problem, wenn die Strecke dann noch gesperrt ist.“

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