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Schizophren nach Genuss der Droge Flex: Göttinger soll in Psychiatrie

Angriff auf Polizisten Schizophren nach Genuss der Droge Flex: Göttinger soll in Psychiatrie

Der 30-Jährige hat einen Polizisten mit dem Messer angegriffen und im Gesicht verletzt. Er hat außerdem einen Schreckschussrevolver gezückt und auf den Beamten geschossen. Ins Gefängnis aber muss er nicht deswegen. Er wird nicht angeklagt. Weil er offenbar schuldunfähig ist, soll er dauerhaft in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht werden.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Mutmaßlich ist die Modedroge MDPV, in Göttingen auch Flex genannt, schuld an der Schizophrenie des 30-Jährigen.

Wie die Staatsanwaltschaft Göttingen am Montag mitteilte, werde es keine Anklage, sondern ein Sicherungsverfahren beim Landgericht Göttingen gegen den Beschuldigten geben. Angestrebt werde die Unterbringung des Göttingers in einem psychiatrischen Krankenhaus. Der junge Mann war nach dem Vorfall am 4. November vergangenen Jahres sofort in ein Krankenhaus gebracht und dort im Auftrag der Staatsanwaltschaft von einem Psychiater eingehend begutachtet worden. Ein schweres schizophrenes Krankheitsbild wurde ihm diagnostiziert, in dessen Folge zur Tatzeit eine Schuldunfähigkeit vorgelegen habe. Nach eigenen Angaben habe der Beschuldigte vor der Tat mehrfach die Droge Methylendioxypyrovaleron (MDPV) konsumiert und überdies verordnete Neuroleptika nicht eingenommen.

Am Tattag war gegen den Mann zunächst ein Platzverweis durch einen Polizeibeamten ausgesprochen worden. Der 30-Jährige hatte plötzlich ein Messer gezückt und dieses dem Beamten durch das Gesicht gezogen. Die Schnittwunde hatte danach chirurgisch versorgt werden müssen. Als der Mann überwältigt werden sollte, hatte der Angreifer zudem einen Schreckschussrevolver gezogen, auch abgedrückt, den Beamten aber knapp verfehlt. Mit vereinten Kräften konnten der verletzte Polizist und ein Kollege den Mann überwältigen.

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