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Schlappe für Désirée Nick: LG Göttingen weist Klage ab

Gegen Heinrich Prinz von Hannover Schlappe für Désirée Nick: LG Göttingen weist Klage ab

Désirée Nick ist erneut vor Gericht unterlegen: Das Landgericht Göttingen hat ihre Klage auf eine Unterlassungsverfügung gegen Heinrich Prinz von Hannover abgewiesen. Dem 54-jährigen Göttinger Verleger sollte die Wiederholung einer Äußerung untersagt werden, die dieser in einem früheren Zivilverfahren gemacht haben soll.

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Désirée Nick

Quelle: dpa

Göttingen. Die 58-Jährige erlitt eine Schlappe: Das Gericht habe ihre Klage aus rechtlichen Gründen abgewiesen, teilte ein Sprecher mit.

 

Die beanstandete Äußerung soll vor zwei Jahren während einer turbulenten Verhandlung über einen Honorarstreit gefallen sein. Désirée Nick wollte damals von dem 54-Jährigen eine Honorarforderung von mehr als 21.000 Euro einklagen, weil sie bei mehreren Veranstaltungen ein Buch aus dessen Verlag („Der Kaiser und ich“) präsentiert hatte. Der Verlagsgeschäftsführer wollte nicht zahlen, weil es keinen Auftrag und keine Vereinbarung über diese Lesungen gegeben habe.

 

Die Vorsitzende Richterin hatte damals darauf hingewiesen, dass die beiden Kontrahenten zum Zeitpunkt der Lesungen ein Verhältnis miteinander gehabt hätten. Die Entertainerin habe ihre Honorarforderung jedoch erst geltend gemacht, als ihre Beziehung zu dem seit 1999 mit einer Forstwirtin verheirateten Heinrich Prinz von Hannover bereits seit längerem wieder beendet gewesen sei. Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass kein Entgelt vorgesehen gewesen sei. Da es keine schriftliche Honorarvereinbarung gab, wies das Landgericht die Klage ab.

In der Verhandlung im März 2013 soll Heinrich von Hannover der Entertainerin unterstellt haben, eine sexuelle Beziehung mit einem der damaligen Veranstalter gehabt zu haben. Diese Äußerung wollte sie ihm nun unter Androhung eines Ordnungsgeldes untersagen lassen. Das Landgericht Göttingen wies indes auch diese Klage ab. Eine Unterlassungsverfügung sei an strenge rechtliche Voraussetzungen geknüpft, diese lägen hier nicht vor. In Gerichtsverfahren dürften Parteien auch überspitzte Äußerungen vortragen.

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