Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Schminke fordert Entschuldigung von Grünen

Nach Verbrennung von Strohpuppe Schminke fordert Entschuldigung von Grünen

Der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke fordert von den südniedersächsischen Grünen eine öffentliche Entschuldigung. Die hatten dem SPD-Mann seine Beteiligung an der Verbrennung von Strohpuppen als Aktion einer Bürgerinitiative gegen die Weserversalzung vergangenen Sonntag in Hemeln an der Weser vorgehalten.

Voriger Artikel
Mit dem E-Bike durch Göttingen
Nächster Artikel
ICE muss in Göttingen geräumt werden

Der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke fordert von den südniedersächsischen Grünen eine öffentliche Entschuldigung.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Vor allem die Formulierung des Grünen-Ortsverbandsmitglieds Hartmut Teichmann aus Hann. Münden , der die Formulierung „Nazi-Ritual“ benutzt hatte, will Schminke nicht auf sich sitzen lassen: „Der Nazi-Ritual-Vorwurf“ sei eine „unerträgliche und zutiefst ehrverletzende Entgleisung“.

Schminke sieht in Teichmanns Behauptung „eine so schwerwiegende Verleumdung und Rufschädigung, weil exakt das Gegenteil der Fall ist“. Er habe gegenüber der Bürgerinitiative „die Puppenverbrennung sofort und direkt vor Ort als ungeeignetes Mittel und somit inakzeptabel bezeichnet.“

Jetzt besteht Schminke auf einer Entschuldigung Teichmanns und auch von Marie Kollenrott, der Sprecherin des Grünen Kreisverbands Göttingen. Auch sie hatte Schminke kritisiert und ihm vorgeworfen, „zunehmend zu einer Belastung der rot-grünen Zusammenarbeit auch im Landkreis Göttingen“ zu werden. Beiden drohte er mit Rechtsmitteln, sollte bis 20. Mai keine Entschuldigung erfolgen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin, der ebenfalls Schminkes vermeintliche Rolle bei der Puppenverbrennung kritisiert hatte, habe inzwischen erkannt, „dass er einer Falschmeldung auf den Leim gegangen“ sei. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete habe die Vorwürfe gegen ihn inzwischen bedauert und vollständig zurückgenommen, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete weiter.

Der Grünen-Kreisvorstand begrüßte am Freitag „die öffentliche Distanzierung und Richtigstellung“ Schminkes. „Schminke hat auch uns gegenüber den Ablauf der Hemelner Demo mit unglücklichem Ende ausführlich dargestellt“, so Kollenrott. „Für uns ist die Sache damit erledigt.“

Er freue sich, dass Schminke „sich inzwischen von der Aktion distanziert hat“, so Teichmann.„Aber Fragen bleiben“ – beispielsweise warum sich Schminke überhaupt mit der qualmenden Puppe habe fotografieren lassen. Das Foto sei „nicht unbemerkt ohne sein Wissen gemacht worden“, sagt Teichmann.

Deshalb hätte der Landtagsabgeordnete soviel Instinkt besitzen müssen, „die Geschmacklosigkeit einer solchen Aktion sofort zu erkennen und sich sofort, auch gegenüber der Presse, zu distanzieren“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Das Tanz-Team des TSC-Schwarz-Gold Göttingen