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Schneller Umstieg auf Elektrobusse gefordert

Göttinger CDU/FDP-Ratsgruppe Schneller Umstieg auf Elektrobusse gefordert

14 neue Dieselbusse für rund 3,7 Millionen Euro wollen die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) in diesem Jahr anschaffen. Die CDU/FDP-Ratsgruppe fordert unterdessen einen schnelleren Umstieg auf Elektrobusse – mindestens auf ein oder zwei Linien.

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14 neue Dieselbusse für rund 3,7 Millionen Euro wollen die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) in diesem Jahr anschaffen.

Quelle: CH

Göttingen. Bereits im Juli 2015 habe die Gruppe einen Ratsantrag eingebracht, der darauf abziele, die erste Elektro-Linie ab 2017 in Göttingen einzurichten, sagt Hans-Georg Scherer (CDU), Vorsitzender der CDU/FDP-Ratsgruppe und Mitglied des GöVB-Aufsichtsrats. Seiner Meinung nach sei nicht die Technik das Problem. „Vielmehr ist die kritische Haltung zur Dieseltechnologie bei den GÖVB noch nicht ausgereift.“ Er sehe „eine gewisse Verweigerungshaltung gegenüber der Abkehr vom Diesel“, so Scherer. „Mit dem Hinweis auf fehlende Infrastruktur kann der Einstieg auf die E-Technik locker auf den St.-Nimmerleinstag verschoben werden.“

Scherer reagiert damit auf Aussagen der GöVB-Sprecherin Stefanie Gallinat-Mecke, die den Kauf von 14 Diesel-Bussen damit begründet hatte, dass die Technik für Elektrobusse noch nicht ausgereift sei. Darüber hinaus fehle auf dem Betriebshof sowie im gesamten Göttinger Liniennetz eine passende Infrastruktur für derartige Fahrzeuge. Außerdem würden, so Gallinat-Mecke, „die erheblichen Mehrkosten für Elektrobusse nicht durch die Förderungen ausgeglichen“ – das Land fördert den Kauf der Busse mit 1,7 Millionen Euro.

Dennoch habe das Thema Elektromobilität für die GöVB „eine hohe Priorität“, betont Gallinat-Mecke. So hätten die GöVB wegen des Ratsantrages zur Elektromobilität im Wirtschaftsplan 2016 eine Machbarkeitsstudie vorgesehen, die in Kürze in Auftrag gegeben werde. Ziel der Studie sei, „aus der Vielzahl möglicher alternativer Antriebstechniken das für Göttingen passende System zu finden und die finanziellen Auswirkungen abschätzen zu können“. Erst nach Vorlage des Gutachtens könne eine fundierte Entscheidung getroffen werden, so die GöVB-Sprecherin.

Die GöVB sollten auf die Erhöhung der Fahrpreise verzichten, fordern derweil die Göttinger Piraten. Stattdessen solle „an der Servicequalität gearbeitet werden“. Die GöVB erhöhen zum 1. April ihre Fahrpreise – aber nur, wenn man eine Karte im Bus kauft. Das Argument, dass durch einen Preisaufschlag im Bus der Bargeldverkehr reduziert werde, erklärt Friederike Buch für die Piraten, „soll nur eine Preiserhöhung kaschieren“. Wenn die GöVB erreichen wollten, dass die Wartezeiten an den Haltestellen kürzer werden, gebe es „nur einen vernünftigen Weg: das Aufstellen von mehr Fahrscheinautomaten“. Auch müsse die Achterkarte im Bus verkauft werden.

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