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Wieder Sperrungen auf der ICE-Strecke

Schnellfahrstrecke Kassel-Göttingen-Hannover Wieder Sperrungen auf der ICE-Strecke

Kaum ist die Verärgerung über die Sperrung der ICE-Trasse Göttingen-Hannover verflogen, sind die nächsten Einschränkungen auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung in Sicht. Ab Montag, 18. Juli, erneuert die Deutsche Bahn AG dort Gleise und Weichen.

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Auf sieben Wochen, bis zum 2. September, hat die Bahn die dafür notwendigen Arbeiten angesetzt.

Quelle: CH

Göttingen/Hannover. Auf sieben Wochen, bis zum 2. September, hat die Bahn die dafür notwendigen Arbeiten angesetzt. Während dieser Zeit, erklärt die Bahn, „steht dem Zugverkehr in mehreren Abschnitten nur eines der beiden Streckengleise zur Verfügung. An fünf Wochenenden sind auf der Schnellfahrstrecke abschnittsweise sogar beide Gleise gesperrt.“

Die Folgen für Bahnreisende sind erheblich. Die Züge des Fernverkehrs müssen teilweise umgeleitet werden. Das bedeutet nicht nur veränderte Abfahrts- und Ankunftzeiten, sondern auch Reisezeitverlängerungen von bis zu 35 Minuten, teilt die Bahn weiter mit. Außerdem werden einige Haltepunkte ausgelassen. Davon betroffen sei unter anderem Nörten-Hardenberg, erklärt eine Bahn-Sprecherin. Und einige Züge fallen ganz aus.

Insgesamt werden 19 Kilometer Gleise und 19 Weichen erneuert. Dazu kommen Schienenschleif- und Fräsarbeiten wie auch die Überprüfung und gegebenenfalls Sanierung in Tunneln. Die meisten dieser Einzelmaßnahmen - 63 von 81 – betreffen die Region Südniedersachsen.

Auswirkungen haben diese Bauarbeiten auf folgende ICE- und IC-Linien:

ICE 3, 4 (Berlin-Frankfurt und Hamburg-Frankfurt, beide Sprinter: 30 Minuten Fahrtzeitverlängerung),

ICE 11 (Berlin-Frankfurt-Stuttgart-München: 30 Minuten Fahrtzeitverlängerung, in Braunschweig können nicht alle Anschlüsse garantiert werden),

ICE 12 (Berlin-Frankfurt-Basel-Zürich: 30 Minuten Fahrtzeitverlängerung, in Braunschweig können nicht alle Anschlüsse garantiert werden),

IC 16 (Hamburg/Berlin-Hannover-Frankfurt: 20 bis 30 Minuten Fahrtzeitverlängerung),

ICE 20 (Hamburg-Hannover-Frankfurt-Stuttgart: 20 Minuten Fahrtzeitverlängerung, kein Halt in Göttingen, in Hannover können nicht alle Anschlüsse garantiert werden)

ICE 22 (Hamburg-Hannover-Frankfurt-Zürich: 20 Minuten Fahrtzeitverlängerung, kein Halt in Göttingen, in Hannover können nicht alle Anschlüsse garantiert werden)

ICE 25 (Hamburg-Hannover-Würzburg-München: 35 Minuten Fahrtzeitverlängerung, zusätzliche Stopps in Lüneburg, Uelzen oder Celle als Ersatz für Ausfälle bei der Linie IC 26)

IC 26 (Stralsund-Hamburg-Hannover-Frankfurt-Karlsruhe: fünf Minuten Fahrtzeitverlängerung, keine Stopps zwischen Hannover und Hamburg).

Verspätung zu kurz für Erstattung

Die Verspätungen durch die neuerlichen Gleisarbeiten auf der Schnellbahnstrecke Kassel-Göttingen-Hannover fallen nicht so lange aus, dass die allgemeinen Fahrgastrechte greifen würden: Die sehen vor, dass Bahnkunden bei Verspätungen zwischen 60 und 119 Minuten 25 Prozent des Kaufpreises zurückbekommen. Beträgt die Verspätung zwei Stunden oder länger, können sie die Hälfte des Preises zurückverlangen. Die Verspätungen ab dem 18. Juli gehen laut Bahn jedoch über 35 Minuten nicht hinaus.

Bei Sparpreistickets kann der Kunde bei Veränderungen der Verbindung auf andere Züge ausweichen. Falls allerdings der Zug wie auf dem Ticket angegeben fährt, bleibt die Zugbindung ohne Ausnahme bestehen. Sonst würde sich jeder Kunde, der eine reguläre Verbindung nutzen will, ein Sparpreisticket kaufen und sich dann auf den Wegfall der Zugbindung berufen, argumentiert die Bahn.  

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