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Schockanrufer erbeuten 3000 Euro

Betrug am Telefon Schockanrufer erbeuten 3000 Euro

Telefon-Betrüger treiben zur Zeit in Göttingen ihr Unwesen: Eine 75-Jährige Rentnerin ist am Montag Opfer von so genannten Schock-Anrufern geworden. Bei sechs weiteren russischstämmigen Rentnerinnen versuchten die Betrüger vergeblich Geld zu erbeuten.

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Betrug am Telefon: Ein Schockanrufer hat rund 3.000 Euro von einer 75-jährigen Göttingerin erbeutet.

Quelle: HAZ Archiv (Symbolfoto)

Göttingen. Nach Polizeiangaben rief ein Täter die Rentnerin am Montag an und gab sich als Anwalt aus. Er erzählte ihr, dass ihre Enkelin angeblich einen Unfall mit einem verletzten Kind verursacht habe. Für die Behandlung sollte die 75-Jährige Geld zur Verfügung stellen. Kurz darauf, so die Polizei, kam ein Bote, dem die Frau 3000 Euro übergab.

„Alle anderen Versuche liefen nach dem gleichen Schema ab“, sagt Polizeisprecher Joachim Lüther. In einem Fall allerdings gerieten die Täter an eine 84-Jährige, die bereits schon einmal Opfer eines Schockanrufes geworden war und dabei um mehrere tausend Euro betrogen worden war.  Sie legte auf und alarmierte sofort die Polizei.

Die Polizei rät: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon als Bekannter eines Familienmitgliedes ausgibt. Alle Angaben sollten sorgfältig überprüft werden. Bei finanziellen Forderungen immer mit der Familie Rücksprache halten. Am besten den Enkel unter seiner ursprünglichen Nummer anrufen. Und: „Übergeben Sie niemals Geld an einen Unbekannten“, so Lüther.

Die Polizei rät:
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Beauftragte oder Bekannte Ihrer Verwandten ausgeben. Erfragen Sie weitere Einzelheiten zum angeblichen Geschehen (Unfallort, Zeit, Unfallfahrzeug, aktueller Aufenthalt Ihres Verwandten)
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich von dem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Überprüfen Sie die Angaben sorgfältig.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Rufen Sie Ihren Enkel/Verwandten unter der Ihnen ursprünglich bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine
  •  Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Der Artikel wurde aktualisiert.

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Gleich acht Schockanrufe hat die Polizei Northeim am Wochenende registriert, einer davon erfolgreich. Dadurch wurde eine Familie um 3000 Euro geprellt, weil der Anrufer den Opfern vorgaukelte, die Tochter habe im Urlaub einen Unfall gehabe, sei selbst verletzt und benötige dringend Geld, um die Operation eines von ihr angefahrenen Mädchens zu finanzieren.

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