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Schon 108 Anmeldungen für neue IGS Bovenden

Gesamtschulen Schon 108 Anmeldungen für neue IGS Bovenden

Trotz sinkender Geburtenraten ist der Run auf Gesamtschulen groß. Die neue IGS in Bovenden hat bereits 108 Anmeldungen. Zugleich müssen die Göttinger Gesamtschulen wieder viele Bewerber zum nächsten Schuljahreswechsel abweisen. Generell bleiben Anzahl und Größe aller weiterführenden Schulen in der Stadt Göttingen bis 2012 stabil.   

Auch wenn es in einer Elternbefragung viele Zusagen gab, haben damit nur wenige gerechnet: Auf Anhieb haben sich 108 Schüler für die fünften Klassen an der neuen Integrativen Gesamtschule Bovenden eingetragen. Das bestätigte gestern der Leiter der Planungsgruppe, Josef Einhellig. Wenn im Nachrückverfahren am  Freitag nur acht Meldungen dazu kommen, sei die vom Land vorgegebe Marke für fünf Klassen im Jahrgang geknackt. Damit könne der Schulbetrieb starten, ergänzte Landrat Reinhard Schermann.

Etliche Schüler dürften zum Nachmeldetermin am Freitag dazu kommen. Denn die Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) und Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) in Göttingen mussten 168 Bewerber abweisen. Die IGS hatte 303 Anmeldungen für 180 Plätze. An der KGS mit einem erheblich kleineren Einzugsgebiet haben sich 221 Kinder auf 175 Plätze beworben. Das sind zwar 20 bis 30 Prozent weniger als im Vorjahr, hat laut Insidern aber simple Gründe: Etliche Gesamtschul-Kandidaten haben sich gleich nach Bovenden orientiert, zudem sinkt die Anzahl der Schüler generell.

Standortplan für Göttingen

Eigentlich wollte die Stadt Göttingen in diesem Jahr genauer prüfen, wie sich die Schülerzahlen und damit die Standorte der weiterführenden Schulen bis 2017 entwickeln. Mit Blick auf weitere geplante Gesamtschulen im Kreis hat die Verwaltung im Schulausschuss des Rates aber erst einmal nur Zahlen bis 2012 vorgelegt. Und diese beziehen sich nur auf eine Fortschreibung der Grundschuldaten.  Fazit: Fast alle Schulen können bei nur geringen Schülerschwund und fast gleicher Klassenanzahl vorerst gehalten werden.  

Auch die beiden Hauptschulen dürften – gegen den Trend – nur einen kleinen Schülerschwund oder gar Zuwachs verzeichnen. Grund: In Bovenden und Rosdorf gibt es bald keine Hauptschulen mehr. Nur an der Martin-Luther-King-Förderschule schlägt sich der demografische Wandel bereits nieder, heißt es im Bericht. Dass an den fünf Göttinger Gymnasien durch Schülerschwund und verkürzte Zeit bis zum Abitur rechnerisch bald eineinhalb Klassen weniger zusammenkommen, wertet die Verwaltung gar positiv: An diesen Schulen sei es räumlich eh viel zu eng. 

Von us

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